VOGELSCHUTZ 1-20
Einige Tiere sind besonders von der illegalen Verfolgung betroffen. Wir stellen Ihnen eine Auswahl von Arten vor, die in der jüngsten Vergangenheit immer wieder Opfer von Naturschutzkriminalität in Bay- ern geworden sind. IM VISIER VON FRANZISKA BAUR FOTOS: MARCUS BOSCH (2), CHRISTOPH BOSCH, HERBERT HENDERKES, MARKUS GLÄSSEL T H EMA Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts in fast ganz Europa ausgerot - tet, werden auch heute noch Luchse beispielsweise im Bayerischen Wald illegal getötet, was ihren dortigen Fortbestand nachweislich maßgeblich bedroht. Trotz großer Anstrengungen von öffentlicher Seite konnte bisher kein Täter verurteilt werden. Auch wenn nach vielen Jahren der Stagnation derzeit ein leichter Anstieg der fragilen bayerischen Population verzeichnet werden kann, wären dringend Lebensraum-Trittsteine notwendig, um die isolierten Populationen miteinander zu verbinden und genetisch zu stabilisieren. LUCHS – der bayerische Löwe Als Schlüsselart und Naturingenieur schafft er Habitate für viele seltene Tier- und Pflanzenarten, indem er ganze Flüsse renaturiert. Nach akti - ver Wiederansiedlung gibt es in Bayern circa 22.000 Biber in 6.000 Revieren. Deren Entnahme wird häufig genehmigt, ist jedoch aus ökologischer Sicht meist sinnfrei: geht der eine, kommt der nächste. 2019 kam es zu einer Verurteilung im Landkreis Rosenheim: 1.500 Euro Geldstrafe für illegale Nachstel- lung und Tötung eines Bibers mit einer Falle. BIBER – ein unerwünschter Landschaftsgestalter 14 VOGELSCHUTZ 2|20
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