Spechte im Vergleich

Begegnet uns im Garten ein Specht, ist es wahrscheinlich ein Buntspecht, denn er ist mit Abstand der häufigste seiner Familie. Doch es gibt auch andere Spechtarten, die ihm zum verwechseln ähnlich sehen. Mit Mittel- und Kleinspecht kommen aber noch zwei recht ähnliche Arten vor. Auch Grün- und Grauspecht sehen sich zunächst zum Verwechseln ähnlich.

Buntspecht

Ein Buntspecht sitzt auf einem abestorbenen Ast | © Frank Derer © Frank Derer

Weitaus häufigster der schwarz-weiß-roten Spechte; meist leicht erkennbar am satten Rot von Unterschwanzdecken und Steiß, scharf vom weißlichen Bauch abgesetzt, ferner an den ungezeichneten Flanken und den großen, ovalen, weißen Schulterflecken. 

Männchen: Roter Fleck am Hinterscheitel/Nacken.

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Mittelspecht

Mittelspecht an einem Baum | © Rosl Rößner © Rosl Rößner

Relativ klein und etwa so groß wie ein Star. Nur wenig kleiner als der Buntspecht, wirkt aber durch seinen gedrungenen Körper mit kurzem, recht schwachem Schnabel und rundem hellen Kopf deutlich kleiner. Schwarzer Rücken, großer weiter Schulterfleck. Schwarze Flügel mit lebhafter weißer Bänderung. Helle Unterseite mit Strichelung an den Flanken. Die hellrote Unterschwanzdecken sind diffus begrenzt. Roter Scheitel ohne schwarze Einfassung.

Die Weibchen sind den Männchen sehr ähnlich, aber ihr Scheitel ist von matterem Rot und kürzer.

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Kleinspecht

Kleinspecht auf einem Baumstumpf | © Dr. A. Prestele © Dr. A. Prestele

Kleinster europäischer Specht und kaum größer als ein Spatz. Sehr kompakt, runder Kopf und kurzer spitzer Schnabel. Schwarz-weißer Gesamteindruck. Schwarzer Rücken und schwarze Flügel mit jeweils weißer Bänderung. Unterseite weißlich mit zarter Strichelung. Schwarzer Kopfseitenstreif erreicht Scheitel nicht (ähnlich Weißrückenspecht). Fliegt in tiefen Bögen.

Weibchen ohne jegliches Rot im Gefieder. Weiße Wangen, die in einen breiten weißen Fleck an den Halsseiten übergehen.
Männchen mit rotem Scheitel, seitlich schmal und hinten breit schwarz eingefasst.

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Schwarzspecht

Schwarzspecht an einem Baum | © Marcus Bosch © Marcus Bosch

Deutschlands größter Specht. Etwa krähengroß und von kräftiger Statur. Weißliche Iris und silberner Meißelschnabel. Fast vollständig schwarz, Männchen mit rotem Scheitel, Weibchen mit rotem Nackenfleck. Im Vergleich zum Grünspecht mit schmalerem Hals und längerem, kantigem Kopf.
Flug flatternd, und etwas unstet mit hochgehaltenen Kopf, Flugbahn meist gerade (nicht in Bögen wie andere Spechte), erinnert an Tannenhäher.

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Grünspecht vs Grauspecht

Grauspecht (links) Grünspecht (rechts) | © Dieter Hopf/ Rosl Rößner © Dieter Hopf/ Rosl Rößner
Grauspecht (links), Grünspecht (rechts)

Der Grünspecht ist ein echter Hingucker. Er ist hähergroß mit olivgrüner Oberseite. Aus der Nähe roter Scheitel und schwarze Maske um das weiße Auge sichtbar, das Männchen ist durch seine rote Wangenstreifmitte zu erkennen. Fliegt oft in stark bogenförmiger Flugbahn.

Kleiner als Grünspecht und eigentlich nur mit diesem zu verwechseln; im Vergleich zu Grünspechten mit etwas kleinerem, mehr gerundetem Kopf, was durch den etwas kürzerem und schwächeren Schnabel betont wird (wirkt dadurch „freundlich“), ferner mit andersartigem, mehr einheitlich grauem Kopfmuster und weniger Schwarz (nur Zügel) um bernsteinfarbenes Auge, mit schmalerem Wangenstreif sowie bei Männchen mit Rot auf den Vorderscheitel beschränkt, bei Weibchen ganz Rot auf dem Scheitel.
Oberseite überwiegend moosgrün (nicht gelbgrün wie Grünspecht), Unterseite ungebändert hellgrau (mit schwacher Grüntönung), nicht gelb getönt.

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Andere Spechtarten

Hier finden Sie andere heimische Sperberarten, die seltener zu beobachten sind.

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