POLITIK FOTO: GUNTHER ZIEGER Über die Arbeit von BirdLife International Netzwerk für den globalen Vogelschutz Unsere Zugvögel brauchen nicht nur einen umfassenden Schutz in ihren Brutgebieten in Europa, sondern auch in wichtigen Rast- und Überwinterungsgebieten in Afrika. Hierfür setzt sich weltweit die internationale Dachorganisation BirdLife International mit ihren 124 Partnerorganisationen ein. se Arten besonders stark. Der Schutz von Zugvögeln endet daher nicht an Bayerns Grenzen, sondern muss den gesamten Lebenszyklus der Vögel in den Blick nehmen – von den Brutgebieten in Europa über wichtige Rastplätze bis zu den Überwinterungsgebieten in Afrika. Genau hier setzt BirdLife International an. Das weltweit größte Netzwerk für Vogel- und Naturschutz vereint 124 Partnerorganisationen auf allen Kontinenten, darunter unseren Partner NABU als deutschen BirdLife-Partner und damit auch den LBV. Gemeinsam schützen die Partnerorganisationen wichtige Lebensräume, tauschen wissenschaftliche Daten aus und setzen sich für bessere politische Rahmenbedingungen für den Naturschutz ein. Die Stärke von BirdLife liegt in seiner besonderen Struktur. Neben den nationalen Partnerorganisationen gibt es regionale Büros, die die Zusammenarbeit in ihren Weltregionen koordinie38 LBV MAGAZIN 3|26 Für viele Menschen gehört die Ankunft von Weißstorch, Rauchschwalbe und vielen anderen Zugvögeln zu den schönsten Naturerlebnissen des Jahres. Auf ihren oft mehrere tausend Kilometer langen Reisen sind die Vögel zahlreichen Gefahren ausgesetzt und auf geeignete Brut-, Rast- und Überwinterungsgebiete angewiesen. Geht ein wichtiger Lebensraum entlang der Zugroute verloren, kann dies eine Art erheblich gefährden. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass es vielen Langstreckenziehern schlechter geht als Arten, die nur kurze Strecken zurücklegen. Während Kurzstreckenzieher häufig innerhalb Europas überwintern, legen Langstreckenzieher mehrere tausend Kilometer von und nach Afrika zurück. Der Verlust von Überwinterungs- und Rastgebieten, die Folgen des Klimawandels, illegale Verfolgung und zunehmende Wetterextreme treffen dieWiedehopf
RkJQdWJsaXNoZXIy NDEzNzE=