LBV magazin 3-26

FOTOS: HERBERT HENDERKES, FRANK DERER Über BirdLife International • Seit über 100 Jahren im Einsatz für die Natur: BirdLife International wurde 1922 gegründet und gehört damit zu den ältesten internationalen Naturschutznetzwerken der Welt. • Starke Gemeinschaft: 124 Partnerorganisationen vereinen weltweit mehr als 13 Millionen Mitglieder und Unterstützerinnen und Unterstützer. • Stark vor Ort verankert: Über 4.000 lokale Gruppen engagieren sich innerhalb des Netzwerks für den Schutz von Vögeln und ihrer Lebensräume. • Global vernetzt: Das BirdLife-Netzwerk ist in 119 Ländern auf sechs Kontinenten aktiv. Das Weltsekretariat hat seinen Sitz in Cambridge (Großbritannien), das Regionalbüro für Europa und Zentralasien in Brüssel. • Naturschutz auf großer Fläche: Die BirdLife-Partner betreuen weltweit mehr als eine Million Hektar Naturschutzflächen. • Schlüsselgebiete für die Artenvielfalt: BirdLife hat weltweit mehr als 13.000 sogenannte Important Bird and Biodiversity Areas (IBAs) identifiziert – Gebiete von besonderer Bedeutung für den Erhalt von Vögeln und Biologischer Vielfalt. • Verantwortung für die Rote Liste der Vögel: BirdLife ist die offizielle Fachorganisation der IUCN für die Bewertung des Gefährdungsstatus von rund 11.000 Vogelarten weltweit. Mit Ihrer Unterschrift können Sie helfen, Vjosa-Narta zu schützen! Mehr Infos unter: https://ppnea.org/?lang=en LBV MAGAZIN 3|26 39 ren. Für Europa und Zentralasien übernimmt diese Aufgabe BirdLife Europe & Central Asia mit Sitz in Brüssel. In Brüssel vertritt BirdLife die Interessen des Vogel- und Naturschutzes gegenüber den Institutionen der Europäischen Union. Das ist besonders wichtig, denn viele Entscheidungen, die sich auf unsere Zugvögel auswirken, werden auf europäischer Ebene getroffen – etwa zur Agrarpolitik, zum Schutz von Lebensräumen oder zur Wiederherstellung geschädigter Ökosysteme. So verbindet das BirdLife-Netzwerk Menschen, Wissen und Naturschutzmaßnahmen über Kontinente hinweg und stärkt den Schutz von Vögeln und ihren Lebensräumen weltweit. Flamingo-Revolution in Albanien Wie wichtig ein starkes internationales Netzwerk ist, zeigt ein aktueller Fall aus Albanien. In der geschützten Küstenlandschaft Vjosa-Narta sind große Tourismusprojekte mit Luxushotels unter Beteiligung von Ivanka Trump und Jared Kushner geplant. Die Lagunen gehören zum Adriatic Flyway, einer der wichtigsten Zugvogelrouten Europas. Wertvolle Feuchtgebiete, die zahlreichen Vogelarten als Rast-, Brut- und Überwinterungsplätze dienen, könnten dadurch verloren gehen. Die albanische BirdLife-Partnerorganisation PPNEA kämpft gegen die Zerstörung dieser Lebensräume. Bei einem gemeinsamen Treffen von BirdLifePartnerorganisationen vor Ort und durch folgende öffentliche Aktionen und internationale Unterstützung ist es gelungen, den Fall über Albanien hinaus bekannt zu machen und zusätzlichen politischen Druck aufzubauen. Noch ist ungewiss, wie die Zukunft von Vjosa-Narta aussehen wird. Doch was an der Adriaküste geschieht, betrifft auch uns und zeigt, warum ein internationales Netzwerk für den Zugvogelschutz wichtig ist. Rosaflamingo Bienenfresser FRANZISKA WENGER Referentin für Naturschutzpolitik, Landesgeschäftsstelle Hilpoltstein E-Mail: franziska.wenger@lbv.de

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