Kiebitz ist Vogel des Jahres 2024 Das Braunkehlchen hat einen Nachfolger: 2024 löst es der Kiebitz als Vogel des Jahres ab. Bei der öffentlichen Wahl sicherte sich der „Gaukler der Lüfte“ mit knapp 28 Prozent der Stimmen den Titel. Auf dem Siegertreppchen folgen ihm der Steinkauz mit 23 und das Rebhuhn mit 22 Prozent. Die Rauchschwalbe wählten die Teilnehmenden mit 19 Prozent auf Platz vier. Schlusslicht ist der Wespenbussard mit rund 9 Prozent. Deutschlandweit haben etwa 120.000 Menschen an der Wahl teilgenommen, davon fast 19.000 aus Bayern. Die Bestände des Kiebitzes sind in den vergangenen Jahren dramatisch zurückgegangen, er gilt deutschlandweit als stark gefährdet. Als Vogel des Jahres steht er für die Artenvielfalt in der Agrarlandschaft, die unter anderem durch intensive Landwirtschaft bedroht ist. Gezwitscher Ornithologenszene zu Gast in Augsburg Über 350 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz Europa nahmen an einer viertägigen Veranstaltung der Deutschen Ornithologen-Gesellschaft (DO-G) an der Universität Augsburg teil. Der LBV organisierte die Veranstaltung gemeinsam mit dem Naturwissenschaftlichen Verein Schwaben und der Staatlichen Vogelschutzwarte. Isabel Rohde (NAJU), Martin Trapp (KG Augsburg) und Philipp Herrmann (Artenschutzreferat) organisierten mit 20 Ehrenamtlichen das Tagungsbüro. Über 100 wissenschaftliche Vorträge und Posterbeiträge füllten das Tagungsprogramm. Einer der Schwerpunkte war die Alpenornithologie. Highlight war außerdem der öffentliche Vortrag von Projektleiter Toni Wegscheider (KG Berchtesgadener Land) zum Bartgeier. Der LBV auf der Landesgartenschau „Wald. Weite. Wunderbar“ lautete das Motto der bayerischen Landesgartenschau, die vom 25. Mai bis 3. Oktober in Freyung stattgefunden hat. Vor Ort war auch der LBV mit einer Ausstellung zum Thema „Vogelfreundlicher Garten“. Besonders die vielen Mitmach-Angebote brachten die Besucherinnen und Besucher mit den LBV-Aktiven vor Ort ins Gespräch. So gab es beispielsweise eine täglich neu formulierte Frage des Tages oder ein Gewinnspiel. Darüber hinaus waren jahreszeitlich passende Bastelaktionen geboten – im Mai wurden Saatscheiben gebastelt, im Juni Ohrwurmhotels, im Juli Vogeltränken und im September Futterspender. Möglich war das vielfältige Angebot dank des Engagements der Kreisgruppe Freyung-Grafenau und der organisatorischen Unterstützung von deren Vorsitzendem Wolfgang Reichenberger. K U R ZME L DUNG E N Start für gemeinsames Rebhuhnprojekt Vor fünf Jahren haben sich die Ökologische Bildungsstätte Oberfranken, der LBV und die Wildland-Stiftung Bayern zusammengeschlossen, um den stark rückläufigen Rebhuhnbestand in Oberfranken zu stärken. Zum Jahresende 2022 wurde das Projekt abgeschlossen. Während der Laufzeit konnten die Mitwirkenden den Bestand deutlich erhöhen, beispielsweise durch die Anlage spezieller Blühflächen. Anknüpfen an den Erfolg soll nun das Projekt „Rebhuhn retten – Vielfalt fördern“, das in Oberfranken im Bundesprogramm Biologische Vielfalt sowie vom Bayerischen Naturschutzfonds gefördert wird. In dessen Rahmen sollen die Artenvielfalt und der Rebhuhnbestand auch überregional gestärkt werden. Eine Auftaktveranstaltung fand im Juli statt. Die Region Oberfranken ist eines von zehn deutschlandweit ausgewählten Projektgebieten. LBV MAGAZIN 4|23 9
RkJQdWJsaXNoZXIy NDEzNzE=