VOGELSCHUTZ 4-23

36 LBV MAGAZIN 4|23 FOTOS: BIRGIT HELBIG, DIETER HOPF R A T G E B E R Fettfutterkuchen selber machen Ein Buffet für Wintervögel Um sich im Winter warm zu halten, benötigen Vögel viel Energie. Häufig müssen die in der Nacht verbrauchten Fettreserven durch die Mahlzeiten am nächsten Morgen sofort aufgestockt werden. Bei der Verdauung von Fetten bezieht der Körper mehr als doppelt so viel Energie aus der Nahrung wie aus derselben Menge Kohlenhydrate oder Eiweiße. Fett können Tiere im Körper als Depot anlegen und nach und nach verbrauchen. Energie wird nicht nur für die Aufrechterhaltung der Körpertemperatur verbraucht, sondern auch bei Bewegung. Je mehr die Vögel im Winter umherfliegen, umso mehr Energie verbrauchen sie dabei und müssen dementsprechend wiederum mehr Nahrung zu sich nehmen. Zur Nahrungssuche bleibt den Vögeln im Winter weniger Zeit, denn unsere kleinen Gartenvögel gehen nur bei Tageslicht auf die Suche nach Körnern und Sämereien. Besonders fetthaltige Nahrung steht dann hoch im Kurs. Wir geben Ihnen Tipps, wie Sie Fettfutterkuchen selber machen können. Daher sind gut bestückte Futterstellen sehr beliebt. Typisches Winter-Vogelfutter sind fettreiche Körner wie Sonnenblumenkerne und Nüsse, aber auch Fettfutterkuchen. Fettfutter wird im Handel in unterschiedlichsten Formen angeboten: vom klassischen Meisenknödel bis zu Erdnussbutter im Schraubglas oder als Pellets, angereichert mit getrockneten Insekten und möglicherweise zum Anlocken der Vögel rot gefärbt. Auch in der freien Wildbahn nehmen typische Gartenvögel wie etwa Meisen tierische Fette auf, beispielsweise die Fettschicht unter der Haut von verendeten Säugetieren. Fettfutterkuchen lassen sich leicht selbst herstellen. Dafür bietet sich Rindertalg als Fettbestandteil an. Er enthält Auch seltenere Gäste wie die Tannenmeise stehen auf Fett.

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