LBV MAGAZIN 4|23 29 ASCHAFFENBURG | UNTERFRANKEN Startschuss für inklusives Bildungsprojekt NEUSTADT-WEIDEN | OBERPFALZ Radeln entlang vogelfreundlicher Gärten STARNBERG | OBERBAYERN Libellenstunde im Fünf-Seen-Land Mitte September war es so weit: LBV, NAJU und die Lebenshilfe Aschaffenburg e.V. feierten mit einer Auftaktveranstaltung den Start der Seminarreihe „Natur erleben“. Mit diesem Projekt wollen die Beteiligten in den nächsten fünf Jahren ein inklusives Bildungsangebot für Naturhungrige mit und ohne Behinderung schaffen. 2024 sind Veranstaltungen zu Wildkräutern, Fledermäusen und Biber geplant. Bereits 2019 gewann die Lebenshilfe für inklusive Umweltbildung den Aschaffenburger Agenda21-Preis. Aufgrund von Corona mussten die Projektpartner die Zusammenarbeit jedoch pausieren und den Start der geplanten Veranstaltungsreihe nach hinten verschieben. MARLIS HEYER Strahlender Sonnenschein ließ die gelben Schlüsselblumen und die kräftig-blauen Steinsamen an einem JuniWochenende intensiv erstrahlen. Auf einer GartenRadtour von Weiden nach Luhe und zurück besuchte die Kreisgruppe verschiedene Anlagen, die vom LBV als „Vogelfreundlicher Garten“ ausgezeichnet worden waren. Abgesehen von typischen Gartenpflanzen bieten diese Gärten vor allem viele Wildpflanzen. Die Radelnden konnten neben dem flächigen, landschaftsparkähnlichen Traumgarten der Mooslohe mit Wasserstellen, Trockenflächen sowie Steinstrukturen für Pflanzen und Gemüseflächen auch einen Schattengarten mit grandioser Aussicht bestaunen. Nach der Tour blieb den erschöpften, aber glücklichen Teilnehmenden vor allem eines im Kopf: wie viel Leben es in den paar Quadratmetern ums Haus geben kann, wenn man es nur zulässt und der Natur erlaubt, sich zu entwickeln. VERENA BAUER Die Umweltbildung im Juli stand ganz im Zeichen der Libelle. Die Jugendbeauftragte Claudia Trepte besuchte zusammen mit Claudius Birke und Patrick Fantou drei Grundschulen im Landkreis, um den Schülerinnen und Schülern die Libelle vorzustellen. Dabei lernten die Kinder unter anderem, wie gut eine Libelle in alle Richtungen gleichzeitig sehen kann, wie sie ihre vier Flügel unabhängig voneinander bewegen und dabei wie ein Hubschrauber senkrecht und rückwärts fliegen kann. Zudem wurden die Unterschiede zwischen Klein- und Großlibellen erklärt sowie acht der insgesamt 80 in Deutschland lebenden Libellen-Arten näher vorgestellt. Im Anschluss ging es gemeinsam zum Inninger Bach und der Mündung des Fischbachs in Herrsching. Dort beobachteten die Schüler und Schülerinnen Libellenlarven im Wasser und bestimmten umherfliegende Libellenarten. CLAUDIUS BIRKE, PATRICK FANTOU Der LBV konnte dank einer großzügigen Spende der Firma Die Grünstifter, Büro für Umwelt- und Artenschutzgutachten, mehrere Schulen in Fürth mit Mauersegler-Nistkästen ausstatten. Die Otto-Seeling-Mittelschule erhielt als erste einen Nistkasten. Bürgermeister Dietmar Helm besuchte die Schule zusammen mit Vertretern von LBV und Infra Fürth und übergab die Nisthilfen. Einige Schüler und Schülerinnen halfen L B V A K T I V V O R O R T FÜRTH | MITTELFRANKEN Schulen bieten Mauerseglern Nistplätze FOTOS: JOACHIM PEMSEL, PATRICK FANTOU, VERENA BAUER, MEIKE KEMPERMANN anschließend bei der Anbringung der Kästen und stellten dabei viele Fragen, die der LBV-Gebäudebrüter-Experte Hans-Georg Müller beantwortete. Die meist recht hohen Schulgebäude können einen wertvollen Beitrag zum Gebäudebrüterschutz leisten, denn sie bieten viel Platz für Nisthilfen. Der LBV Fürth sucht nun nach weiteren Schulen, die Interesse daran haben, sich dem Projekt anzuschließen. FRAUKE SEITZ
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