VOGELSCHUTZ 4-23

28 LBV MAGAZIN 4|23 LBV AKTIVVOR ORT KEMPTEN-OBERALLGÄU SCHWABEN Weg frei für die Natur am Widdumer Weiher Der Widdumer Weiher liegt im Oberallgäu bei Martinszell mitten im FFH- und Naturschutzgebiet. Damit weiterhin viele Vogelarten dort einen Lebensraum finden, pflegt die Arbeitsgruppe Widdumer Weiher rund um Günther Kirstein mit seinem Team der Kreisgruppe Kempten-Oberallgäu dort regelmäßig die Flächen. Im September gab es erneut einen großen Pflegeeinsatz: Dabei schnitten die LBVAktiven das Schilf ab, reinigten Gräben und bauten den alten Steg zurück. Mithilfe eines Traktors samt Anhänger konnte das Team alles ordnungsgemäß beim Wertstoffhof entsorgen und die Natur kann sich nun die freigewordene Fläche wieder zurückholen. DANIELA STAUDINGER DEGGENDORF | NIEDERBAYERN Initiative gegen Vogeltod durch Verglasungen Die Kreisgruppe Deggendorf hat zum Thema Vogelschlag ihren ersten Infostand auf einem regionalen Markt veranstaltet. Die Aktiven gestalteten den Stand interaktiv und boten viel Material zum Anfassen. Das lockte viele Besucher und Besucherinnen an den Stand. Schätzungsweise verenden allein in Deutschland jährlich 100 Millionen Vögel durch die Kollision mit Glasscheiben. Verglaste Hochhaustürme, öffentliche Bauten, aber auch Glaselemente an Eigenheimen stellen eine große Gefahr für diese Tiere dar. Wirksame Lösungen gegen Vogelschlag sind Schnurvorhänge, die sich leicht selbst herstellen lassen oder auch Profimaßnahmen wie die Nachrüstung vorhandener Flächen mit Rasterpunkten. Aufkleber helfen nicht gegen Vogelschlag. Wer sich zum Thema informieren möchte, kann gern unter deggendorf@lbv.de Kontakt mit der Kreisgruppe aufnehmen. BARBARA LEON BAMBERG | OBERFRANKEN IT- Kräfte leisten Naturschutzarbeit Dreißig Mitarbeitende der Unternehmensberatung Salesforce Consulting kamen Ende Juni aus ganz Deutschland nach Försdorf im Steigerwald. An diesem Nachmittag pflegte das Team zusammen mit dem LBV mit Rechen, Gabel und Astschere hochwertige Wegränder und Heckensäume und zäunte eine neue Weidefläche im Revier der dortigen Neuntöter und Heidelerchen ein. Dabei konnten die IT-Kräfte den Teamgeist stärken, die Kommunikationsfähigkeit verbessern sowie einen Teil ihres vorgegebenen Stundenkontingents an gemeinnütziger Arbeit ableisten. Für die Kreisgruppe war es eine gute Möglichkeit, jungen Menschen, die berufs- und arbeitsbedingt kaum Naturerfahrung haben, den Zweck der naturnahen Landwirtschaft nahezubringen. ANDREAS MÄRTLBAUER FOTOS: KARL-HEINZ WAGNER, ANDREAS MÄRTLBAUER, GABI SCHEUNGRAB Demo-Fenster mit verschiedenen Vogelschutzvarianten: bunte Dekomotive, unsichtbare Markierung mit Birdpen, Schnurvorhang.

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