VOGELSCHUTZ 2-21

26 VOGELSCHUTZ 2|21 L B V V O R O R T Der 19. März stand beim LBV und der NAJU unter dem Mot- to: „Trotz Corona demonstrieren wir für das Klima“, natür- lich unter Einhaltung der Abstandsregeln. Der Tag begann mit einer Klimademo in Hilpoltstein. Die Demo wurde von Kindern von LBV-Mitarbeitern mit organisiert und von der NAJU unterstützt. Am frühen Nachmittag ging es dann per Bahn mit dem Fahrrad in die Nürnberger Innenstadt zur zentralen Veranstaltung von Fridays for Future. Dort traf die Gruppe aus Hilpoltstein, bestehend aus dem LBV-Ge- schäftsführer Alf Pille, einigen Teilnehmer*innen der Klima- demo vom Vormittag und den beiden BFDlern der NAJU, auf weitere LBV-Mitarbeiter*innen. Nach Reden zum The- ma Klimaschutz setzten sich anschließend insgesamt 1.500 Klimaaktivist*innen auf ihr Rad und radelten quer durch Nürnberg. Highlight für viele: Ein Teil der Strecke führte auch über die Autobahn. Nach der Rundfahrt gab es zum Abschluss erneut einige Reden. MAX WALGENBACH NÜRNBERG | MITTELFRANKEN Weiter gegen den globalen Klimawandel Der Vogel des Jahres wurde zum 50-jährigen Jubiläum erst- mals nicht von Expert*innen benannt, sondern in einer Publikumswahl bestimmt. Wer wollte, konnte ein Wahl- kampfteam gründen und für den eigenen Lieblingsvogel die Werbetrommel rühren. Dieses taten bereits für die Vor- wahl im Herbst über 2.500 Teams. Viele von ihnen blieben auch in der Hauptwahl von Januar bis März aktiv. Am Ende schafften es bundesweit gleich drei LBV-Te - ams unter die Top-Zwölf bei den Wahlkampfteams: „LBV Mittelfranken für den Kiebitz“ und die „Ingolstädter Am- selflüsterer“ lieferten sich ein spannendes Kopf-an-Kopf- Rennen um das beste bayerische Team. Die Vereinigung der sieben mittelfränkischen Kreisgruppen belegte mit ins- gesamt 368 Stimmen in der Bundeswertung Platz vier. Di- rekt danach folgten als Fünfter mit 349 Stimmen die Ingol- städter. Beide Teams waren stark in den Medien präsent, machten Pressearbeit und nutzten soziale Medien für ihre Vogel-Werbung. In der BR-Sendung Zwischen Spessart und Karwendel wurden Sebastian Amler für das Mittelfranken- Team und Rudolf Wittmann als „Amselflüsterer“ (ohne Bild) vorgestellt, letzterem war auch eine gesamte Seite Drei in der Süddeutschen Zeitung gewidmet. Die Mittelfranken stell- DEGGENDORF, FÜRTH, INGOLSTADT | BAYERN LBV-Gruppen ganz vorne bei der Vogelwahl ten einen eigenen Online-Vortrag zusammen und warben mit dem Slogan „Kleine Felder und auch nass, das macht unserm Kiebitz Spaß“. Auch das drittbeste bayerische Wahlkampfteam setzte sich für den schwarz-weißen Wiesenbrüter ein: „LBV Deg- gendorf für den Kiebitz“ sammelte 218 Stimmen. Der Kreis- gruppen-Vorsitzende Martin Sigl freut sich über Platz zwölf in der Bundeswertung. Alle Gruppen erhielten zum Dank für ihren großen Ein- satz eine Urkunde und einen Geschenkkorb überreicht. Auch die Plätze vier bis zehn der bayerischen Wertung der Wahlkampfteams bekamen ein Dankeschön. Der schönste Lohn für die Teams war jedoch die gro- ße öffentliche Wahrnehmung, die sie für „ihre“ Vögel be - kamen, die für wichtige Naturschutzanliegen stehen. Mit dem Kiebitz wird auf die Themen Landwirtschaft und Le- bensraumverlust für Wiesenbrüter aufmerksam gemacht, die Amsel hingegen als urbanisierter Kulturfolger steht für die Bedeutung von lebendiger Erde im Garten. Die Kreis- gruppen werden aus diesem Grund auch weiterhin zu diesen Vögeln intensiv informieren und sich für sie stark machen. ANKE BRÜCHERT FOTOS: ANKE BRÜCHERT, LBV DEGGENDORF, LBV Zwei von drei glück- lichen Siegern: Bei der Wahl zum Vogel des Jahres schafften es das LBV-Wahlkampfteam aus Mittelfranken um Richard Fischer (links) und das aus Deggen- dorf um Martin Sigl (Mitte) unter die zwölf besten Teams in ganz Deutschland.

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