VOGELSCHUTZ 3-19

4|19 VOGELSCHUTZ 9 MURNAUER MOOS I FOTO: DR. OLAF BRODERS tur- und Vogelschutz, die sowohl in ihremBrutgebiet in Europa als auch in ihrem afrikanischen Überwinterungsquartier groß- en Herausforderungen gegenübersteht. Die hohe Zahl auf dem Zug geschossener Vögel trägt ein Übriges dazu bei, dass die Bestände der Turteltaube bei uns zusammenbrechen. Es kann doch nicht sein, dass in einem EU-Land mit großem Auf- wand versucht wird, bestimmte Vogelarten zu schützen, und genau diese Vogelarten in einem benach- barten EU-Land ganz legal geschossen wer- den! Der LBV fordert seit langer Zeit die Ein- stellung der Jagd auf Arten mit ungünstigem Erhaltungszustand und zwar gleichermaßen im Brutgebiet, in den Durchzugsländern und im Überwinte- rungsquartier. Bei der Turteltaube dürfen wir zudem nicht vergessen, dass der Bruterfolg entscheidend für den Fortbe- stand einer Vogelart ist. Und dieser Bruterfolg hängt bei der Turteltaube vor allem davon ab, ob sie einen geeigneten Le- bensraummit ausreichend Nahrung findet. Weihnachtsgeschenk Alljährlich überlegen sich viele von uns, womit wir Familie und Freunden zu Weihnachten eine Freude machen können. Mein Vorschlag: eine Geschenkmitgliedschaft im LBV. Tragen Sie dazu bei, dass wir im kommenden Jahr, wenn der LBV 111 Jahre alt wird, unser 111.000. Mitglied im Verband begrüßen dürfen. Wir brauchen viele Mitglieder und Unterstützer drin- gender als je zuvor. Die Herausforderungen im Natur- und Ar- tenschutz werden nicht geringer. Da ist es sehr gut zu wissen, dass der LBV in einer ganz hervorragenden Verfassung ist! der aktuell veröffentlichten Zahlen für 2018 bei 10,0 Hektar pro Jahr. Verheerend für unser Land, unsere Landschaft und unsere Natur. Gleichzeitig stehen in vielen Ortskernen jede Menge Gebäude leer. Dass es auch anders geht, haben die Stadt Waldsassen in der Oberpfalz, die Gemeinde Litzendorf in Oberfranken, die Allianz Hofheimer Land in Unterfranken und die Gemeinde Schleching in Oberbayern bewiesen, die vor Kurzem von Umweltminister Thorsten Glauber und Bauminister Dr. Hans Reich- hart mit dem Gütesiegel „Flächensparende Kommune“ ausgezeichnet wurden. Diese Gemeinden müssen uns Vorbild sein. Am 15. März 2020 ist Kommunalwahl in Bayern – eine Gelegen- heit, im Vorfeld Kandidatinnen und Kandidaten darauf an- zusprechen, wie sie es mit dem Thema Flächenverbrauch oder auch dem Umgang mit kommunalen Flächen halten. Oder vielleicht bewerben Sie sich sogar selbst um eines der Mandate in Städten und Gemeinden und vertreten Natur- schutzinteressen in unserer Gesellschaft. Flächenkauf – wichtiger als je zuvor Flächenkauf und -pacht sind für den LBV seit langer Zeit wichtige Instrumente, um unsere Ziele im Natur- und Arten- schutz zu erreichen. Alle LBV-Schutzgebiete zusammen um- fassen mittlerweile eine Gesamtfläche von weit über 3.000 Hektar. Angefangen von wenigen hundert Quadratmetern bis hin zum Rainer Wald im Landkreis Straubing mit seinen 240 Hektar: LBV-Schutzgebiete sind nicht nur wichtige Hots- pots für den Schutz der Biologischen Vielfalt; vielmehr sind unsere Schutzgebiete auch Fallbeispiele für den Natur- und Artenschutz und wirken hierdurch weit über ihre eigentliche Fläche hinaus. Die notwendige, zum Teil sehr aufwändige Biotoppflege, beispielsweise bei Streuwiesen, übernehmen hierbei in der Regel Ehrenamtliche aus unseren Kreisgrup- pen. Hierfür ganz herzlichen Dank! Vogel des Jahres – die Turteltaube NABU und LBV haben die Turteltaube zum Vogel des Jahres 2020 gewählt. Damit rückt eine Vogelart in den Fokus von Na- Folgen Sie mir auf Twitter unter @N_Schaeffer Der Flächenverbrauch geht ungebremst weiter

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