VOGELSCHUTZ 3-19

4|19 VOGELSCHUTZ 33 Swarovski SLC 8 x 42 WB (UVP 1.670 Euro) Toll für Vögel Die Nahgrenze ist das einzige Manko beim „kleinen“ Swarov­ ski. Sie liegt leider bei 3,2 Metern. Für Vogelbeobachtungen und andere entfernte Motive bekommt man jedoch für den Preis ein tolles Glas: scharf, brillant, hell, kontrastreich, gegenlichtfest und dazu ein großzügiges Sehfeld von 136 Metern. Brillenträgergeeignet und gut verarbeitet ist es obendrein. Ein oft unterschätztes Glas, das fast an seinen „großen Bruder“ heranreicht. Swarovski EL 8,5 x 42 WB (UVP 2.550 Euro) Legendärer Spaß Das „große“ Swarovski ist bestimmt kein Schnäppchen, aber seinen Preis wert. Wer es sich leisten kann, bekommt ein untadelig scharfes und kontrastreiches Bild vom Zen- trum bis zum Bildrand. Untadelig auch das Gegenlichtver- halten und das großzügige Sehfeld. Das Spitzenmodell von Swarovski macht richtig Spaß. Mit 835 Gramm ist es das schwerste Glas, da spürt man den Aufwand, der getrieben wurde. Der Einblick ist legendär bequem, damit kommt wohl jeder Beobachter bestens zurecht. FOTOS: HERSTELLERBILDER (7), OLIVER WITTIG (2), KARIN MENGELE OLIVER WITTIG Oliver Wittig ist gemeinsam mit seiner Frau seit vielen Jahren aktiv im Naturschutz und beim Vogelmonitoring tätig. Als gelernter Fotograf interessiert er sich darüber hinaus für Optik mit Schwer- punkt Naturbeobachtung und -dokumentation. E-Mail: oliver.wittig@lbv.de Zeiss Victory SF 8x42 (UVP 2.550 Euro) Ausbalanciert Optisch bietet das Zeiss alles, was das Swarowski EL bietet, legt beim Sehfeld aber noch eine Schippe drauf: 148 Meter sind wirklich riesig. Man vergisst förmlich, dass man durch ein Glas blickt. Auch Brillenträger können es voll ausnut- zen. Das Glas ist optimal ausbalanciert, kommt einem am Auge leichter vor, als es die Waage mit 780 Gramm angibt. Und der butterweiche Mitteltrieb findet die Schärfe fast von selbst. Beide Spitzengläser haben einen Nahpunkt von 1,5 Metern, somit ideal auch für Schmetterlinge, Eidechsen etc. Alle hier vorgestellten Gläser sind wasserdicht, je- des ist in seiner Preisklasse empfehlenswert. Sie sollten ein Fernglas aber immer selbst ausprobieren, denn es gibt, unabhängig von der Qualität, manch- mal Kombinationen zwischen Gläsern und Nutzern, die nicht miteinander harmonieren. Und noch eine Bitte: Unter 100 Euro bekommt man kein Fernglas, sondern Sondermüll. Kaufen Sie für sich oder andere etwas Brauchbares. Dann erfreut ein gutes Fernglas noch nach vielen Jahren bei jedem Durchblick. Fazit Für solche Motive sollte der Nahpunkt mindestens zwei Meter betragen.

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