VOGELSCHUTZ 3-19

4|19 VOGELSCHUTZ 27 Ein brütender Schwarz- storch in Mittelfranken war lange unvorstellbar. 2010 war es dann doch so weit und ein Jahr später stand der dunkle Geselle mit sei- nen drei Jungstörchen An- fang August plötzlich auf einer Feuchtwiese. Erst zwei Jahre später entdeckte ein Jagdpächter den Horst und meldete ihn dem Revierförster. Nun lief der Horstschutz an: In der Horstzone wurden keine Fällungen mehr vorgenommen und auch die LBV-Kreisgruppe Roth-Schwabach bewahrte Stillschweigen über den Brutplatz. Seither werden jährlich zwei Kontrollen durchgeführt: Im April auf Horstbesetzung und Anfang Juni auf Bruterfolg. Dieses Jahr sind wieder drei Jungstörche ausgeflogen. Langsam wurde der immer weiter aufgebaute Horst sehr groß und schwer. Es stand zu befürch- ten, dass er eines Tages abstürzen würde. Darum hat die Kreisgruppe mit Unterstützung der Bayerischen Staatsforsten und der Forstver- waltung einen Ersatzhorst in der Umgebung installiert. Unterstützung kam dabei auch von der NAJU-Kindergruppe aus Allersberg, die eifrig Astmaterial für den Horstaufbau sammelte. KLAUS BRÜNNER ROTH-SCHWABACH | MITTELFRANKEN FOTOS: BIRGITT HIRSCHEIDER, LBV NEUMARKT, LBV KEMPTEN-OBERALLGÄU (2), GABY IMHOF Gemeinsamer Schwarzstorch-Schutz KEMPTEN | SCHWABEN NEUMARKT | MITTELFRANKEN WASSERTRÜDINGEN | MITTELFRANKEN Rekordbrett für Fledermäuse Fledermausnacht Wolf auf der Landesgartenschau Bereits seit mehreren Jahren gibt es eine enge Zusammenarbeit zwischen dem LBV Kempten-Oberallgäu und dem Umwelt- sowie Bauamt Kemp- ten. Die Stadt ist sich ihrer Verantwortung für Fledermäuse, Spatzen, Mauersegler und Co. bewusst und so wurde gemeinsam ein Schutzkon- zept erarbeitet. Vorhandene Quartiere werden nachMöglichkeit erhalten oder es wird ein gesetzlich festgeschriebener Ausgleich geschaffen. Wo es sinnvoll und möglich ist, werden durch Nisthilfen oder bauliche Maß- nahmen auch neue Unterkünfte angeboten, die meist schnell bezogen werden. Die im Rahmen der Sanierung der König-Ludwig-Brücke um- gesetzten Maßnahmen für Fledermäuse, Turmfalken und Dohlen sind beispielhaft für den Artenschutz an Bauwerken. Die Kreisgruppe konnte sich schon in der Planungsphase mit ihren Ideen einbringen. So bleiben umständliche Nachbesserungen aus und alles fügt sich harmonisch in das Gesamtbild ein. So wie auch das sicherlich rekordverdächtige Fleder- mausbrett mit insgesamt zweimal 120 Metern Länge. THOMAS BLODAU Großer Andrang herrschte bei der diesjährigen Fle- dermausnacht der Kreisgruppe Neumarkt. Mehr als 150 Besucherinnen und Besucher, darunter vie- le Familien mit Kindern, informierten sich rund um die idyllisch gelegene Lengenbachkirche über den Schutz der Fledermäuse. Im Dachstuhl der Kirche ist eine Wochenstube des Großen Mausohrs be- heimatet. Neben Infoständen, Basteltischen und einem Forscherstand mit Binokularen wusste Ge- org Knipfer, Fledermauskoordinator im Landkreis und stellvertretender LBV-Vorsitzender der Kreis- gruppe, viel Spannendes und Informatives über die nachtaktiven Säugetiere zu berichten. DR. BERND SÖHNLEIN „Der Wolf ist zurück“: Unter diesem Thema fand das Wolfsprojekt der Kreisgruppe Ansbach auf der Landesgartenschau in Wassertrüdingen statt. Begeisterte und aufgeschlossene Grundschüler ei- ner 4. Klasse und ihre Lehrerin lernten dabei viel Wissenswertes rund um den Wolf als Wildtier. Die Kinder durften sich auf einer langen lebensgroßen Wolfsspur im geschnürten Trab auf allen Vieren fortbewegen, was allen sichtlich Spaßmachte. Dazu stellten die Schüler viele interessierte Fragen. Man konnte spüren, dass sie eine Verbindung zur Natur und eine Offenheit für das Wildtier Wolf haben. Mit Musik und Wolfsgeheul wurde die Infostunde ab- gerundet. Die Schüler haben gezeigt, dass der Wolf seinen Platz in unserer Natur, zu der er ja gehört, wieder einnehmen darf. GABY IMHOF L B V V O R O R T

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