VOGELSCHUTZ 3-19
3|19 VOGELSCHUTZ 27 Mit einem bunten Strauß an Aktionen engagierten sich die Naturschützer im Coburger Land fürs Volksbegehren. In nur anderthalb Monaten und gegen immensen lokalen Widerstand organisierte das Coburger Aktionsbündnis die landkreisweite Plakatinstal- lation, Flyerverteilung, Post- wurfsendungen, Infostände, die Pressearbeit und die zahlreichen „Rathauslotsen“, die Passanten zu den Öffnungszeiten der Rathäuser ansprechen sollten. Darüber hinaus gab es einen Filmabend, einen Marsch aufs Rathaus, Aktionen mit Kin- dern und einen Fotovortrag über Schmetterlinge. Der LBV Coburg betei- ligte sich aktiv an der Organisation und stemmte die Pressearbeit des Aktionsbündnisses. Von überall kamen die helfenden Hände der Ehren- amtlichen – hier seien nur einige Beispiele genannt: Frank Reißenweber führte einen gut besuchten Fachvortrag über das Insektensterben durch, Werner Hellwig plakatierte, was das Zeug hielt, Jürgen Götze warb bei anderen Verbänden, Andrea Beyer und Ralph Papadopoulos verteilten bei Eiseskälte in der Innenstadt aus dem Leiterwagen von überall ge- spendete Bio-Äpfel und Flyer, um auf das Volksbegehren aufmerksam zu machen. Und Hans Schönecker machte kostenlos Pressefotos und in- formierte in einem Coburger Edeka-Markt, welche Lebensmittel es ohne Insekten nicht mehr gibt. CORDELIA HILLER COBURG | OBERFRANKEN FOTOS: CORDELIA HILLER, JULIANE SCHNEIDER, LBV-MÜNCHEN, CHRISTIAN SCHULBERT Supermarktaktion NÜRNBERGER LAND | MITTELFRANKEN KEMPTEN | SCHWABEN MÜNCHEN | OBERBAYERN Kinderdemo zum Rathaus Tierische Verkleidungen Die Hauptstadtschlange Mit einer Kinderdemo durch Schwaig bei Nürnberg machte die örtliche NAJU-Kindergruppe auf das Volksbegehren „Rettet die Bienen!“ aufmerk- sam. Die Kinder hatten bei ihrer letzten Gruppenstunde fleißig Bienen gebastelt und Plakate gemalt, die sie bei ihrem Demonstrationszug der Öffentlichkeit präsentierten. Mit Sprüchen wie „Für unsere Zukunft“ und „Rettet die Artenvielfalt“ wollten die Kinder, als Bienen und Schmetterlin- ge verkleidet, die Erwachsenen motivieren, sich für das Volksbegehren einzusetzen und ins Rathaus zu gehen. Begleitet wurden die Kinder von ihren Eltern und weiteren lokalen Bündnispartnern. In Schwaig wurden darüber hinaus zusätzlich zu den normalen Öffnungszeiten für die Ein- tragung in die Listen des Volksbegehrens an zwei Tagen Sonderöffnungs- zeiten eingerichtet. JULIA RÖMHELD Natürlich wollten es sich auch die jungen Nach- wuchs-Naturschützer nicht nehmen lassen, für das Volksbegehren aktiv zu werden. Verkleidet und ge- schminkt als Bienen, Marienkäfer oder Schmetter- ling und ausgerüstet mit schönen Schildern haben die Koppach-Füchse aus Altusried im Oberallgäu in Kempten auf das Volksbegehren aufmerksam gemacht. Die Kindergruppe unter der Leitung von Juliane Schneider und Beate Weirather trifft sich monatlich, meist am selbst angelegten Beet. THERESA RAUNEKER Der Andrang inMünchen war unglaublich: Während der Eintragungsfrist reichte die Schlange der Bürger meist über den ganzen Marienplatz. Ehrenamtliche hatten im Vorfeld tausende Infozettel zum Volksbe- gehren in Briefkästen verteilt und hunderte Plakate aufgestellt. Vor Ort konnte die Koordinatorin der Rathauslotsen nur staunen über die große Zahl der Helfenden, die sich meldeten. Zahlreiche Aktionen fanden in München statt: Vom „Bienenstreik“ bis zum „Tierischen Umzug der Artenvielfalt“. Die Eh- ren- und Hauptamtlichen der Kreisgruppe München bedankten sich mit diesem fröhlichen Bild bei al- len, die für den Eintragungsrekord von fast 190.000 Menschen gesorgt haben! ANKE BRÜCHERT L B V V O R O R T
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