VOGELSCHUTZ 3-19

14 VOGELSCHUTZ 3|19 Ökolandwirtschaft fördern Das Volksbegehren verpflichtet den Freistaat, den An- teil der Ökolandwirtschaft von derzeit zehn auf 30 Pro- zent bis 2030 zu erhöhen. Die Politik kann dies natürlich nicht verordnen, die Umstellung bleibt für den einzelnen Landwirt freiwillig. Das Landwirtschaftsministerium muss attraktivere Programme schaffen, damit das Ziel erreicht wird. So kann es die Förderanreize für den Ökolandbau erhöhen, Betriebe bei der Umstellung unterstützen (u.a. durch Förderung von Investitionen in Stallumbauten), An- bauverbände fördern und durch betriebliche Beratung den Ökolandbau voranbringen. Dazu gehört auch bei In- dustrie, Handel und Verbrauchern für ökologisch erzeugte landwirtschaftliche Produkte zu werben und so deren Ab- satzmarkt zu vergrößern. Der Staat sollte die Verpflegung in den Kantinen von Ämtern, Behörden und Schulen auf Biokost umstellen. Österreich hat durch konsequente För- derung bereits jetzt 25 Prozent Ökolandbau geschafft. Eine Wohltat für Menschen und Tiere. Ökologische Landwirtschaft auf hohem Niveau – Freilandhühner und Biogemüse ohne Pestizide. Das schmeckt und ist gesund! Mehr Transparenz und bessere Ausbildung Jede Legislaturperiode muss das Umweltministerium dem Landtag und der Öffentlichkeit auf der Basis ausge- wählter Indikatoren einen Bericht über den Status und die Entwicklung der Biologischen Vielfalt in Bayern vorle- gen. Über die Ökolandbauflächen muss jährlich berichtet werden. Das Volksbegehren hat außerdem den Staat ver- pflichtet, die Ziele und Aufgaben des Naturschutzes und der Landschaftspflege in den Lehr- und Bildungsplänen zu berücksichtigen. Dabei müssen u.a. auch die Folgen von Stickstoffeintrag und Pestiziden sowie die Bedeutung von Fruchtfolge-Entscheidungen behandelt werden. Volksbegehren Plus Das Begleitgesetz der Regierungskoalition greift auch in andere Gesetze ein. Im Waldgesetz legt es fest, dass im Staatswald ein Netz mit zehn Prozent Naturwaldflächen ohne Nutzung eingerichtet wird. Wir werden darauf ach- FOTOS: DR. EBERHARD PFEUFFER (3), INGO RITTSCHER Apollofalter T H EMA

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