VOGELSCHUTZ_2_18

KORNBLUME MIT BIENE I FOTO: PETER BRIA zwei Wochen eine Million Unter- schriften sammeln – dabei brau- chen wir Ihre Unterstützung! Insektenschutz um uns herum Insekten leben überall, in allen Landlebensräumen – natürlich auch in unseren Gärten. Oder sie könnten das, wenn wir sie ließen. Aber schauen Sie sich einmal um, mit welchem Aufwand an Zeit, Geld und Chemie vielerorts versucht wird, das Leben aus unseren Gärten zu vertreiben. Dabei braucht es nur ein wenig Mut zur Unordnung, zur Wildnis, ein paar Brennnesseln, ein paar Stauden vom Vorjahr, ein Stückchen Blumenwiese, das nur zweimal im Jahr gemäht wird – und schon pulsiert das Leben. Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten, aber leblos bleibt leblos. Wir müssen wieder mehr Natur um uns herum fordern und zulassen. Der Frühling mit all seiner Lebensvielfalt ist hierfür ein wunderbarer Anlass. Wir dürfen niemals zulassen, dass die Biologische Artenvielfalt unmittelbar um uns herum verschwindet, während wir uns BBC-Dokumentationen über Tropische Regenwälder und Korallenriffe ansehen. Gehen Sie nach draußen, vor die ei- gene Haustüre. Ich wünsche Ihnen viel Freude bei der Su- che nach dem ersten Schwalbenschwanz des Jahres! Und bitte machen Sie mit bei der Stunde der Gartenvögel PLUS* von Vatertag bis Muttertag. Herzlichst beeindruckender Weise wissen- schaftlich belegt. Wir brauchen Schutzgebiete als Bastionen ge- gen den Verlust der Biologischen Vielfalt. Sie bilden eine der Säulen gegen den Artenschwund im Ba- yerischen Biodiversitätsprogramm. Das Biodiversitätspro- gramm ist heuer zehn Jahre alt. Trotz einiger Erfolge ist die Bilanz des ersten Jahrzehnts jedoch eher frustrierend. Um den Rückgang der Biologischen Vielfalt in Bayern wirklich aufzuhalten, müssen die Anstrengungen auf allen Ebenen vervielfacht werden. Biologische Vielfalt erhalten – eine politische Aufgabe Im Herbst ist Landtagswahl in Bayern. Der LBV hat in sieben Forderungen klar formuliert, was wir von unseren Politike- rinnen und Politikern zum Schutz der Biologischen Vielfalt in Bayern erwarten. Dazu gehört die Einrichtung von nutzungs- freien Großschutzgebieten ebenso wie der Erhalt von Frei- räumen im Alpenraum. Auch wenn Ministerpräsident Söder der geplanten Skischaukel am Riedberger Horn vorerst eine Absage erteilt hat, worüber wir sehr glücklich sind, – solch umstrittene Einzelfallentscheidungen müssen in Zukunft von vornherein ausgeschlossen und damit jahrelange Strei- tigkeiten, wie wir sie nun erlebt haben, verhindert werden. Deshalb klagt der LBV weiterhin gegen die Änderung des bayerischen Alpenplans, die gegen internationales Recht verstößt und Ergebnis eines höchst strittigen Verfahrens ist. Um Lebensräume zu erhalten, muss auch dem ausu- fernden Flächenverbrauch in Bayern endlich Einhalt gebo- ten werden. Nachdem freiwillige Maßnahmen über viele Jahre kein Ergebnis gebracht haben, sehen wir eine gesetz- liche Eingrenzung als letzte Möglichkeit und unterstützen das Volksbegehen „Betonflut eindämmen“. Derzeit wird vom Verfassungsgericht geprüft, ob das Volksbegehren rechtlich zulässig ist. Erkennt das Gericht die Zulässigkeit an, müssen wir (voraussichtlich im Herbst) innerhalb von Folgen Sie mir auf Twitter unter @N_Schaeffer 2|18 VOGELSCHUTZ 9 Wir brauchen Schutzgebiete als Bastionen gegen den Verlust der Biologischen Vielfalt …

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