VOGELSCHUTZ_2_18

OBERALLGÄU | SCHWABEN 26 VOGELSCHUTZ 2|18 L B V V O R O R T Unternehmer auf den Spuren des Steinadlers LANDSHUT/LANDSBERG | OBERBAYERN Erfindungen für Rauchschwalben Da sich Rauchwalben kaum in den immer beliebter werdenden hellen, offenen und zugigen Laufställen ansiedeln, haben die LBV-Kreisgruppen Landshut und Landsberg neue Möglich- keiten zur Ansiedelung entwickelt und erprobt. Eine einfache Lösung sind die Schwalbenbo- xen der Kreisgruppe Landshut: Hierzu wurde ein Kunstnest in eine Holzbox montiert (Bild links oben). So hat das Nest nicht nur die erforderliche Decke, sondern ist auch seitlich ge- gen die Zugluft geschützt. Im Zuge des Projektes „Gebäudebrüter in Landshut“ werden die Schwalbenboxen den Landwirten kostenlos zur Verfügung gestellt und sind seit 2016 in etli- chen Laufställen erfolgreich im Einsatz. Die Ansiedelungsquote liegt bei 60 Prozent. Die Idee der Schwalbenwinkel (Bild links unten) der Kreisgruppe Landsberg ist in Anlehnung an den bevorzugten Nistbereich der Rauchschwalben, einem Winkel oder Eck im Deckenbereich, entstanden. Ein zweiseitig offener Quader bietet den Schwalben Platz zumNestbau. In einem Laufstall konnten 2017 so drei Schwalbenpaare angesiedelt werden. SUSANNE RIECK (LBV LANDSHUT), KLAUS JANKE (LBV LANDSBERG) Der LBV Schwaben hatte die Vorstandschaft der Arbeitsge- meinschaft Bayerischer Bergbau- und Mineralgewinnungs- betriebe (ABBM) auf die LBV-Adlerhütte in Hinterstein eingeladen, damit sie dort Wissenswertes zum Steinad- lerprojekt erfahren. Dabei konnten auch die zehn neuen Ferngläser und ein Spektivstativ ausprobiert werden, wel- che dank einer großzügigen Spende der ABBM angeschafft wurden. Die Ferngläser und das Stativ kommen seitdem bei den wöchentlichen Wanderungen ins Reich des Steinadlers von Ende Mai bis Ende September zum Einsatz. Die Zusam- menarbeit zwischen LBV und ABBM ist nicht neu und auch in Schwaben stehen die Verbände in regem Austausch. Ganz aktuell kooperieren beide bei einem schwabenweiten Amphibienprojekt mit der Regierung von Schwaben. Das Projekt soll durch eine enge Zusammenarbeit von Abbau- unternehmen und Naturschützern auf Amphibien bei der Rohstoffgewinnung aufmerksam machen und deren Vor- SCHWANDORF | OBERPFALZ Aktiv werden in der Heimatgemeinde Dass es sich lohnt, in seiner Heimatgemeinde aktiv zu wer- den, zeigt das Beispiel Wernberg-Köblitz. Dort arbeitet die LBV-Kreisgruppe Schwandorf sowohl mit der Gemeinde, der Bevölkerung, den Kirchen als auch vielen Firmen sehr erfolg- reich zusammen. So wurde in der Vergangenheit zum Bei- spiel ein Storchenhorst aufgestellt. Zudem wurden im Turm der Burg und in einem Kirchturm 20 Dohlennistkästen an- gebracht, was Beobachtungen eines örtlichen Bestands von insgesamt circa 200 Dohlen ermöglicht. Am Rathaus hängen 40 Nistkästen für Mauersegler, die Mitarbeiter einer heilpä- dagogischen Werkstatt gebaut haben. Außerdem sind auf Gemeindegrund Wasserbecken eingesetzt, in denen jährlich hunderte Gelbbauchunken aufwachsen (siehe Bilder). Der benachbarte Landwirt und die Bayerischen Staatsforsten unterstützen die Kreisgruppe dabei. Ebenfalls auf Gemein- degrund steht eine Sandwand für Uferschwalben, die bereits von Sandbienen und Hornissen genutzt wird. Zwei gemein- deeigene Flächen wurden den LBV-Aktiven zur Anlage von Blumenwiesen überlassen. Das Ansäen dort hat eine Kinder- gartengruppe übernommen. Mit offenen Türen und tatkräf- tiger und finanzieller Hilfe für die Umwelt vor Ort kann der LBV in Wernberg-Köblitz also immer rechnen. ZENO BÄUMLER Von links: Manfred Hofmann (ABBM), Dr. Christoph Heim (ABBM), Prof. Dr. Matthias Reimann (ABBM), Brigitte Kraft (LBV), Annemarie Irrgang (ABBM) kommen fördern, ohne dass für die Unternehmer dabei Einschränkungen entstehen. THERESA RAUNECKER

RkJQdWJsaXNoZXIy NDEzNzE=