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2|18 VOGELSCHUTZ 25 L B V V O R O R T In „LBV VOR ORT“ ist Platz für Ihre LBV-Aktivitäten: Zeigen Sie Ihren Einsatz für Bayerns Natur im Namen des LBV! Egal, ob einzelne Mitglieder oder die ge- samte Gruppe. Wenn Sie in Ihrer Region etwas Wertvolles zum Naturschutz beitragen, dann erzählen Sie hier davon und inspirieren Sie andere! Schicken Sie uns Ihren Kurztext mit Bild an vogelschutz@lbv.de . i LBV-Aktivitäten EICHSTÄTT | OBERBAYERN Stolze Streuobstwiesen Äpfel, Birnen, Kirschen und Zwetsch- gen mit Namen wie Schöner aus Nord- hausen, Wettringer Taubenapfel, Win- ter Rambour oder Oberösterreichische Weinbirne machen Lust auf Obst. Auf drei Streuobstwiesen verteilt, stehen im Landkreis Eichstätt circa 150 Hoch- stamm-Obstbäume der Kreisgruppe. Mitte der 1990er Jahre eigenhändig gepflanzt, wurden bei der Sortenwahl alte, oft vergessene Sorten berücksich- tigt. Der Ertrag der inzwischen fünf bis sechs Meter hohen Bäume ist beträcht- lich. Alle drei Wiesen sind biozertifi- ziert, es werden also keinerlei Dünger und Spritzmittel eingesetzt. Sie werden extensiv bewirtschaftet, mit einer ein- maligen Mahd kurz vor der Obsternte im Herbst. Das Heu wird komplett ent- fernt und als Winterfutter auf einem Biobauernhof verfüttert. Das Entschei- dende ist, dass nicht gemulcht wird. So wird die große Vielfalt der in den Wie- sen lebenden Insekten, Amphibien und Schlangen geschont. Indem die Wiesen abgemagert werden, entstehen mit der Zeit herrliche Blumen- und Kräuterwie- sen und das Gras wird zurückgedrängt. Das Resultat ist eine große Vielfalt von Schmetterlingen und vielen anderen In- sekten im Sommer. Dies zeigt, dass die Wiese und die Bäume zu einer Einheit gehören, sodass dieses wertvolle Bio- top, wenn es richtig gepflegt wird, eine Oase für Tiere und Pflanzen zwischen den Monokulturen der heutigen Land- wirtschaft bildet. Um jeden am Stolz der Ortsgruppe Pförring teilhaben zu lassen, führen die LBV-Aktiven Exkur- sionen mit unterschiedlichen Gruppen und vielen Schulklassen durch die Wie- sen. Dabei steht die Vielfalt der Tiere und Pflanzen im Vordergrund, aber auch das köstliche Obst und die ver- schiedenen sortenreinen Säfte werden zur großen Freude der Teilnehmer ver- kostet. JOSEF KLEMEYER ASCHAFFENBURG | UNTERFRANKEN LBV beim Fastnachtszug Trotz der kalten Temperaturen waren am Faschingssonn- tag in Aschaffenburg außergewöhnlich viele Bienen unter- wegs: Beim Fastnachtszug marschierten viele LBVler unter dem Motto „Aschaffenburg summt“ brummend durch die Straßen. Dabei wurden sie von einer Riesenbiene auf ei- nem eigenen Faschingswagen angeführt und es flogen Honigbonbons in die Menge. Selbst der Oberbürgermeister Klaus Herzog schloss sich thematisch an und ging als Imker und freilich waren auch die „rich- tigen“ Imker aus Damm dabei, welche die dritte Partie der „AB summt“-Initia- tive bilden. Aufgeschreckt wurden die Bienen dabei von Zeit zu Zeit durch eine Glyphosat-Flasche, verkörpert durch den LBV-Kreisvorsitzenden Richard Kalk- brenner (im Bild links). Ziel des großen Aufmarsches war es, auf das Insektens- terben aufmerksam zu machen – und natürlich, mehr Menschen für das Akti- onsbündnis „AB summt“ zu begeistern, sodass möglichst viele sich für Biene, Hummel und Co. ein- setzen. Unterstützt wurde die Gruppe durch Schlaraffen- burger, die regionale Streuobstinitiative, die sich ebenfalls für Insekten einsetzt. In den kommenden Monaten wird es viele weitere Termine und Aktionen geben, mehr unter www.aschaffenburg-summt.de . JUDITH HENKEL FOTOS: CHRISTOPH MISCHKE, JOSEF KLEMEYER

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