VOGELSCHUTZ_2_18

ie Blindschleiche ist keine Schlange, sondern zählt zu den häufigsten Echsenarten Deutschlands. Sie ist auch keinesfalls blind. Der Name Blindschleiche lei- tete sich vom Wort „Plintslicho“ aus dem Althochdeutschen ab, das sich auf den bleiernen Glanz der Tiere bezog und übersetzt so viel bedeutet wie „blendende Schleiche“. Ihre Bestände in Bayern sind laut dem Landesverband für Amphi- bien- und Reptilien-Schutz in Bayern (LARS) rückläufig. Grund dafür ist die Zerstörung der natürlichen Lebensräume durch den Menschen. Aufgrund ihrer heimlichen Lebensweise und des Mangels an professionellen Kartierungen sind aber die aktuellen Bestandgrößen und die genaue räumliche Verbrei- tung der Art nur schwer abzuschätzen. Citizen Science – ein voller Erfolg! Um mehr über die Verbreitung der Blindschleiche zu er- fahren, wurde diese im Rahmen der Stunde der Gartenvögel PLUS * vor drei Jahren miterfasst. Dazu sollten die Teilneh- mer angeben, wie häufig sie die Blindschleiche in ihrem Garten beobachtet haben. In etwas mehr als einem Drittel von 3.200 Gärten wurde ein Vorkommen gemeldet, davon in drei Prozent sogar täglich. Meist wurde die Blindschleiche jedoch seltener als einmal monatlich beobachtet. Gründe dafür gibt es verschiedene. Ihre versteckte Lebensweise und die eingeschränkte Zuwanderungsmöglichkeit in dich- ten Siedlungsräumen spielen ebenso eine Rolle wie die oft- Dichtes Gras bietet der Blindschleiche im Garten Schutz (oben). Sie sucht sich gerne ein sonniges Plätzchen auf warmen Steinen (unten). Seit vier Jahren wollen wir bei unserer Mitmachaktion Anfang Mai immer noch etwas mehr von Ihnen wissen. 2015 haben wir Sie nach dem Vorkommen der Blindschleiche in Ihren Gärten gefragt und so mit Ihrer Hilfe wichtige Daten erhoben. 20 VOGELSCHUTZ 2|18 FALSCHE SCHLANGE Dank der Stunde der Gartenvögel PLUS* wissen wir nun mehr über die Verbreitung der Blindschleiche D FOTOS: FRANK DERER (2), ANDREAS HARTL, TOBIAS TSCHAPKA, ZDENEK TUNKA A K T I ON

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