VOGELSCHUTZ 4-20

VOGELSCHUTZ 4|20 27 L B V V O R O R T FOTOS: MARGARETA LOSCHER, MONIKA SCHIRUTSCHKE, GERHARD KLEINSCHROD Eine Exkursion der Kreisgruppe Neustadt-Aisch/Bad Winds- heim von Heinrich Beigel führte entlang von Weinbergen. Die vielen Interessierten wollten alle den Gesang des sich immer weiter verbreitenden Weinhähnchens hören. Die Grillen-Art stand bis vor kurzer Zeit noch auf der Roten Liste als vom Aussterben bedroht. Nun breitet sich die wärmeliebende Heuschrecke immer weiter aus. Der Experte, der den Be - stand seit der Erstentdeckung im August 2014 beobachtet und seit 2015 Führungen zum Thema leitet, wusste viel über das kurze Leben des Weinhähnchens zu erzählen. Erst im Juni schlüpfen sie aus den Eiern. Zur Paarungszeit ist dann der weithin wahrnehmbare Gesang der Männchen zu hören, der in warmen Spätsommernächten mediterrane Urlaubs- gefühle verbreitet. Der markante Gesang irritiert viele Men- schen, weil sie ihn nicht zuordnen können und eher einen Frosch oder Vogel dahinter vermuten. Spätestens im Okto- IPPESHEIM | MITTELFRANKEN Weinhähnchen-Konzert in der fränkischen Toskana Als Teil der Unterallgäuer Glückswege wurde auf einem insgesamt 40 Kilometer langen Rundweg um die Gemein - den Pfaffenhausen, Tussenhausen und Kirchheim der LBV-Storchenradweg offiziell eröffnet. Der für Erwachsene, Familien, Schulen und Kindergärten konzipierte Erlebnis - radweg wurde unterstützt von der Unterallgäu Aktiv GmbH und im Rahmen eines LEADER-Projektes gefördert. Er ist jetzt ein Teil des Naherholungsangebotes im Unterallgäu. Finanzielle Unterstützung erhielt das Projekt durch die LBV-Stiftung Bayerisches Naturerbe sowie die anliegenden Gemeinden. An insgesamt vier Stationen wird der Weiß- storch erlebbar gemacht: ob beim Bandolino-Rätsel „Wer ist wer?“ oder an einer der weiteren Mitmachstationen, wo „Storchenschnäbel“ dazu auffordern, selbst das Füttern der Küken zu üben, oder ein Storchenlied zum Mitsingen einlädt. Besonders eindrucksvoll ist der überregional be- kannte Storchenkran auf dem Gelände der Firma Holz- heu, der auch dieses Jahr wieder neun Storchenpaaren als Nistplatz diente. Mit Hilfe eines Fernrohres kann man den Storchenküken im Nest ganz nahe kommen und die Eltern beim Füttern beobachten. LENA HEUSS Jedes Jahr im Herbst lädt die Kreisgruppe Schweinfurt zu einer Exkursion ein, um den Vogelzug zu beobachten und Menschen auf dieses Naturschauspiel aufmerksam zu ma- chen. Diesmal war die Freude der 23 Teilnehmenden be- sonders groß, mussten doch zuvor einige Veranstaltungen Corona-bedingt ausfallen. Bei sonnigem Spätsommerwet- ter führte die Exkursion an den Sauerstücksee bei Gra- fenrheinfeld und an weitere Biotope in der Nähe. Unter fachkundiger Leitung von Harald Vorberg und Gerhard Kleinschrod konnten Fischadler, Baumfalken, Alpenstrand - läufer, Sandregenpfeifer und Bekassinen beim Durchzug beobachtet werden. Insgesamt 51 Vogelarten standen am Ende auf der Artenliste. UDO BAAKE UNTERALLGÄU | SCHWABEN Storchenradweg eingeweiht SCHWEINFURT | UNTERFRANKEN Zugvögel-Exkursion ber hat das Leben der Weinhähnchen ein Ende. Damit die nächste Generation heranwachsen kann, sollte in ihren Le - bensräumen nicht vor Juni gemäht werden. ANKE BRÜCHERT

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