VOGELSCHUTZ 4-20

26 VOGELSCHUTZ 4|20 Kurt Scholz, Beirat der Kreisgruppe Freising und seit über 30 Jahren aktives Mitglied, setzte sich die letzten 25 Jahre intensiv für den Eisvogel und dessen Schutz im Landkreis ein. Selbstständig stach er um die 30 Eisvogel-Wände ab, um so geeignete Brutplätze zu schaffen. Außerdem fing er den „fliegenden Edelstein“ unzählige Male mit der Kamera ein, wobei viele schöne Bilder entstanden. Auch die Volks - hochschule Freising wurde auf sein Engagement aufmerk- sam und präsentierte im Frühling eine Online-Ausstellung mit Eisvogel-Bildern von Kurt Scholz. Die Resonanz auf die digitale Ausstellung war positiv, viele Menschen wollten an - schließend sogar zum Beobachten mitgehen und beim Eis- vogelschutz mithelfen. Auch auf der Webseite des LBV-Frei- sing ist eine eigene Bildergalerie mit Fotos von Kurt Scholz zu sehen. Der 77-Jährige hat den Eisvogelschutz inzwischen aus gesundheitlichen Gründen abgegeben. LAURA FREISLEBEN Im Sommer unternahmen Mitglieder der Kreisgruppe Er- langen-Höchstadt eine Radtour zu Nistkästen, deren An - bringung unter Beratung des LBV erfolgt war. Zunächst ging es zum Christian-Ernst-Gymnasium, an dem seit Anfang des Jahres 38 Mauersegler-Kästen und 27 Haussperlings-Kästen hängen. Beim Eintreffen konnten die Teilnehmenden viele sogenannte Screaming-Partys der Mauersegler beobachten. Aus einem der Kästen blickte sogar ein junger Mauersegler heraus. Zweiter Stopp war das Marie-Therese-Gymnasium, wo sich elf integrierte Mauersegler-Kästen befinden. Auch hier zeigten sich viele Segler. Zum Abschluss radelte die Gruppe zu einem Projekt der Wohnungsbaugesellschaft GE- WOBAU, die an jedem aufgestockten Wohnblock künstliche Schrägdächer hatte montieren lassen, um die alten Über - stände zu imitieren. Alle aufgehängten Nisthilfen waren an- genommen wor- den. Schließlich zeigte die Vorsit- zende Julia Krü- ger noch einen Dreier-Kasten auf ihrem Balkon. Mit abgespielten Mauersegler-Ru - fen war sie beim Anlocken schon sehr erfolgreich: Gleich zwei Paare hatten Interesse einzuziehen. EVELINE SCHMIDT FREISING | OBERBAYERN Online-Ausstellung zum Eisvogel ERLANGEN | MITTELFRANKEN Fahrrad-Exkursion zu Gebäudebrütern L B V V O R O R T FOTOS: KURT SCHOLZ, HAUKE LINDHORST, S. KORBER Der LBV unterstützte die erstmals stattfindende Aktion Earth Night am 17.09.2020. Ziel war, deutschlandweit ab 22 Uhr alle unnötigen Beleuchtungen abzuschalten. Unter der Fragestellung, wie ernst Landkreisgemeinden die Ver - meidung von Lichtsmog nehmen, überprüften die Aktiven der Kreisgruppe Roth-Schwabach in ihren Wohnorten die öffentlichen Gebäude. Das Bayerische Immissionsschutz - gesetz schreibt seit einem Jahr vor, dass öffentliche Fassa - denbeleuchtungen ab 23 Uhr abzuschalten sind. Das Ergeb- nis: In Kammerstein wird in allen Ortsteilen um 24 Uhr die Straßenbeleuchtung abgeschaltet; sie ist seit einigen Jahren energiesparend. Das Rathaus wird nicht angestrahlt und die Bestrahlung der Kirche endet um 24 Uhr. Auch in Abenberg wurde das Lichtkonzept der Burg auf eine abschnittsweise und dimmbare LED-Beleuchtung umgestellt. Um 23 Uhr en- det die Großbeleuchtung der Kirchen. In Rednitzhembach wurden die Sparkasse und mindestens fünf Gewerbebetrie- be die gesamte Nacht beleuchtet. Hingegen bleiben kom- munale Gebäude und Kirchen dunkel. In Greding wird die Kirche St. Martin hell angestrahlt, die anderen beiden Kir - chen und das Rathaus hingegen nicht mehr. In Heideck fällt die Beleuchtung eines Kreisverkehr-Kunstwerks nicht unter das Verbot des Immissionsschutzgesetzes. Auf der Kirche in Seligenstadt strahlen vier Scheinwerfer das Turmkreuz an. Hilpoltstein ist in Sachen nächtliche Energieeinsparung schon seit Jahrzehnten ein positives Beispiel. In den Sei- tenstraßen werden die Straßenlaternen in der Nacht über mehrere Stunden ausgeschaltet. RUPPERT ZEINER ROTH | MITTELFRANKEN Aktion zur ersten Earth Night

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