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Ideen für Homeschooling bzw. Distanzunterricht

"Umweltschule" bleiben oder werden, obwohl sich die Schüler*innen im Homeschooling bzw. Distanzunterricht befinden? Ja, das ist möglich. Denn Bildung für nachhaltige Entwicklung spielt auch und gerade in Krisenzeiten eine bedeutende Rolle. Wir sammeln hier auf der Seite Ideen und Anregungen, wie Sie auch im Distanzunterricht Ihre Schule weiter in Richtung "Umweltschule / Nachhaltigkeitsschule" weiterentwickeln können. 

Achten Sie wenn möglich bitte darauf, dass die Maßnahmen, die die Schüler*innen daheim entwickeln bzw. umsetzen, später auch in die Schulgemeinschaft wirken können.

  • So können z. B. beim Bau von Nisthilfen (für Vögel, Insekten etc.) immer auch einige Exemplare für das Schulgelände mit eingeplant werden.
  • Bei der Samenaussaat für Balkon oder Garten können auch Pflanzen für den Schulgarten bzw. das Schulgelände mit hochgezogen werden.
  • Wenn sich die Schüler*innen daheim zu Müll- oder Klimaexpert*innen weiterbilden, so kann das Wissen später an andere Klassen weitergegeben werden und Maßnahmen können gemeinsam in der Schule umgesetzt werden. Ideen dazu lassen sich auch daheim schon entwickeln. Gesammelt werden können alle Ideen zum Beispiel auf einer gemeinsamen Klassen- oder Schulplattform.
  • Schüler*innen könnten auch recherchieren, ob es in der Region Partner*innen gibt, die bei der späteren Umsetzung unterstützen könnten. E-Mails oder Briefe an Naturschutzverbände, Umweltstationen, politische Mandatsträger, Nachhaltigkeitsbeauftragte, Klimaexpert*innen oder andere Fachleute sind eine mögliche Ergänzung z. B. für den Deutschunterricht. 

Wenn Sie weitere Ideen haben, senden Sie uns diese gerne per E-Mail an umweltschule@lbv.de zu. Wir veröffentlichen diese dann auf dieser Seite.

Im Folgenden ein paar Ideen.

Schulinterne Challenge: Gemeinsam ein definiertes Ziel erreichen. Beispiel: 1.000 Aktionen für den Igel

Zum Handlungsfeld „Biologische Vielfalt in der Schulumgebung“ entwickelte die Carl-von-Linde-Realschule Kulmbach die Maßnahme "1.000 Aktionen für den Igel". Das Projekt wurde dort bereits im Schuljahr 2015/16 durchgeführt. Es ist wunderbar übertragbar auch auf andere Tierarten oder auf den gesamten Lebensraum „Schulgelände“ – Sie können also individuell eine Challenge für Ihre Schule entwickeln.

Der folgende Text ist in weiten Teilen dem Dokumentationsbogen der Schule entnommen. Danke an die Carl-von-Linde-Realschule.

Die Schülerfirma "Real Apple", die Apfelsaft von der eigener Streuobstwiese vertreibt, wählte sich den Igel als Wappentier. Inspiriert von dem LBV-Heft "Igel im Garten" kam die Idee, dass doch jedes Mitglied der Schulfamilie eine kleine Aktion für den Igel machen könnte. Als Ziel wurde schnell die Aktion "1.000 Aktionen für den Igel" ausgegeben, die in Kooperation mit der LBV-Kreisgruppe Kulmbach gestartet wurde. In dieser Zeit gingen bei "Real Apple" 1.419 Aktionen ein. Die Aktionen mussten zu ausgewählten Aktionsfeldern zugeordnet werden können, z. B. "Nahrung für den Igel", "Verstecke für den Igel", "Vermeidung von Gefahren" und "Bestandsaufnahme (Meldung an "Igel in Bayern"). Außerdem konnte man Aktionspunkte für ein kleines, freiwilliges Forschungsprojekt erhalten, bei dem man die Situation des Igels im eigenen Garten analysieren und verbessern sollte. Alle Aktionen mussten per Foto belegt werden und wurden auf einer eigens dafür eingerichteten Homepage gesammelt. Außerdem konnte der aktuelle Stand täglich auf einer Wandtafel in der Aula abgelesen werden.

Möglich ist es auch, die originellsten/besten Aktionen sowie die fleißigsten "Aktivist*innen" am Ende der Aktion zu ehren. Die lokale Presse und/oder Radio bzw. TV könnten für diesen Tag eingeladen werden. Wichtig ist jedoch, dass es sich um eine gemeinsame Challenge der gesamten Schulgemeinschaft handelt, d.h. gegenseitige Unterstützung, Beratung und Motivation sollte auf jeden Fall möglich sein, um das Gesamtziel zu erreichen.

Die Schülerfirma Real Apple wählte den Igel als Wappentier, weil er auch als Vertreter giftfreier Gärten zu werten ist und Giftfreiheit ein Markenzeichen der Produkte von Real Apple ist (Apfelsaft, Fruchtmarmeladen). Die Schüler*innen entwickelten zusammen mit einem Lehrer das gesamte Konzept und begleiteten die Aktion über den gesamten Zeitraum (Bewerben der Aktion mit Durchsagen, Flyern, Plakaten; Pflegen der Homepage etc.)

Nachhaltigkeitsaspekte

  • Förderung des Igels als Indikator für naturnahe Gärten
  • Schüler*innen für Lebensräume und Strukturen im eigenen Garten bzw. im Schulgelände schulen
  • Verständnis für die Komplexität eines Ökosystems bewusst machen, d.h. auch Aktionen, die nicht direkt mit dem Igel zu tun haben, sind gewünscht (z. B. Anlage eines Insektenhotels oder eines Staudenbeets)
  • Finanzielle Ersparnis im Garten (z. B. Verzicht auf Gift, weniger Rasenmähen) und dabei sogar Qualitätssteigerung im Garten (gesünder, spannender Naturentdeckungsraum)
  • Gemeinschaftsprojekt als soziale Komponente, Beteiligung der ganzen Schulgemeinschaft und hohe Partizipation

LBV-Tipps zum Thema Igel finden Sie u.a. hier:

Hintergrundinfos zum igelfreundlichen Garten

Kostenfreies Igel-Material für den Unterricht

Broschüre „Igel im Garten“ (3 Euro)

Viele kleine Dinge - ein Handlungsfeld. Beispiel: „Nachhaltigkeit leben: Das kannst du auch!“ – Aktionen und Projekte für einen nachhaltigen Alltag

Unter diesem Motto haben alle 5. bis 8. Klassen der Mittelschule an der Pestalozzistraße Ingolstadt ein Jahr lang Aktionen durchgeführt. „Es war toll zu sehen wie begeistert die Schüler*innen an den Projekten arbeiteten. Schon kleine alltägliche Beiträge lassen alle ein Stück weit nachhaltiger leben und regen zum "mitnachhausenehmen" an“, so eine Stimme aus der Schule.

Was war das Erfolgsrezept? Gestartet wurde mit einem Treffen aller Klassensprecher*innen, die Ideen aus den Klassen mitbrachten und weitere Ideen sammelten. In den Lehrerkonferenzen fanden immer wieder Absprachen statt. Und die Umwelt-AG konnte so einiges vorbereiten.

Egal, ob die Schüler*innen nur ein paar Stunden oder über mehrere Wochen aktiv waren, jeder Beitrag zählte. Durch den Schneeballeffekt wurden an der Schule viele tolle, kreative Dinge umgesetzt, die auch langfristig in das Schulleben hineinwirken. Büchertauschschrank, Handysammlung, eigene Stoffbeutel zur Vermeidung von Plastik, Upcycling-Blumentöpfe, Hochbeet-Bau aus alten Paletten, Bau von Mini-Insektenhotels, Notizbücher aus Altpapier und kreative Formen der Präsentation – z. B. auch ein eigener Rap, regional & saisonal, Friday for Future – das sind nur einige Highlights.

Im Homeschooling können innerhalb der Klassenverbände bereits Ideen gesammelt werden, wie ein Beitrag zum Gesamtprojekt geleistet werden könnte. Die Zusammenstellung verschiedener Aktionsideen kann im schuleigenen Online-Portal oder auf einer digitalen Pinnwand erfolgen. Vorbereitungen können bereits daheim erfolgen, z. B. Motive für den Druck von Stoffbeuteln auswählen, Sponsoren für Bio- und FairTrade-Beutel suchen, Pflanzen für die Hochbeete auswählen und vorziehen, schulinterne Marketingwege für den Büchertauschschrank erarbeiten, Recherche zum Bau von Insektenhotels etc. 

Wochen- oder Monatstipps Nachhaltigkeit

Gemeinsam können in der Klasse oder Schule Wochen- oder Monatstipps erarbeitet und festgelegt werden. Diese Tipps werden daheim und später auch in der Schule umgesetzt. Tipps können sich z. B. auf den Umgang mit Papier, Plastik, Energie, Lebensmittel, Mobilität uvm. beziehen. Vieles ist möglich. Wie die Umsetzung und "Kontrolle" bzw. Ergebniszusammenführung gestaltet wird, sollte jede Schule individuell festlegen - je nach (technischen) Voraussetzungen. Ziel sollte es sein, diese Tipps auch langfristig im Schulalltag zu leben.

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Gymnasium Bruckmühl

Vorbereitung von Nachhaltigkeits-Hinweisen für Schule und Schulgelände

Ob QR-Codes, schöne Bilder, Grafiken oder einfach nur Texte - im Schulgebäude und auf dem Schulgelände gibt es sicherlich viele Orte, Gegenstände oder Situationen, an denen ein ansprechender Nachhaltigkeitshinweis zum Handeln oder Nachdenken anregen würde. Dies können Energiesparmaßnahmen sein (Lichtschalter, Kopierer etc.), Verhaltenstipps zum Umgang mit Müll (Mülltonnen, Automaten, Mensa etc.), Hinweise zur Pausenverpflegung  (FairTrade, Bio, Verpackung etc.), Nutzungstipps zu Kräutern, Gemüse etc. (Kräuterspirale, Hochbeete, Beerensträucher etc.), Verhaltenstipps zur Förderung der biologischen Vielfalt (alles, was das Schulgelände bietet).
Lustige oder ansprechende Gestaltung der Nachhaltigkeitshinweise könnten zum Hingucker werden und damit auch zum Handeln anregen. 

Projektplanung mit Einbindung aller Mitschüler*innen mittels einer Umfrage

Eine Klasse, AG, SMV o.ä. plant die Einführung einer bestimmten Maßnahme. Dazu könnten daheim durchgeführt werden

  • Recherche zum Thema und zu Anbietern
  • Erstellung einer Umfrage, je nach Alter vorab Recherche zu Umfrageformaten, Fragestellungen
  • Suche nach einem passenden Umfragetool, z. B. Schulplattform, digitales Umfragetool...
  • Erstellung eines Anschreibens an alle Mitschüler*innen
  • Auswertung der Ergebnisse
  • Planung weiterer Schritte, z. B. Recherche zu Sponsoren, Partnern etc.

Beispiele:

  • Einführung von Recyclingheften, d.h. Verkauf z. B. zum Schuljahresanfang. Umfrage zur Kaufbereitschaft von Recyclingheften und ggf. Mitarbeit.
  • Verkauf von Fair-Trade-Schokolade, z. B. einmal pro Monat "Die Gute Schokolade". Umfrage zur Kaufbereitschaft und ggf. Mitarbeit.
  • Anschaffung eines Wasserspenders. Umfrage zur Nutzungsbereitschaft eines Wasserspenders. Sponsoren-Suche.
  • Programmierung einer Mitfahr-App. Umfrage zur Nutzungsbereitschaft der App. Anschließend Programmierung. Hier mehr Infos zur Mitfahr-App
  • etc.

Ergänzend kann anschließend ein Aufruf gestartet werden, eine Art Ideenwettbewerb. Z. B.

  • Logo für die Umwelt-AG
  • Logo für schuleigene Trinkflasche o.a.
  • Bei der "Guten Schokolade" von "Plant for the Planet" gibt es auch die Möglichkeit, eigene Verpackungen zu gestalten
  • Name für die Mitfahr-App
  • Neue Elemente im Schulgarten
  • etc.

Mitmach-Newsletter o.ä., um mit den Familien in Kontakt zu bleiben sowie zur Sammlung nachhaltiger Tipps

Der Newsletter kann von Lehrer*innen, Schüler*innen oder Eltern erstellt werden. Er beinhaltet den Aufruf, eigene Ideen mit einzubringen, die dann im nächsten Newsletter mit aufgenommen werden. Thematische Kategorien sind viele mögliche:

  • Vermeidung von Müll
  • Zero-Waste-Rezepte
  • Energiespartipps
  • Gestaltung von Balkon und Garten
  • Einkaufstipps für einen plastikfreier Konsum oder zum Klimaschutz
  • Klimafreundliche Mobilität, z. B. Sammlung von lokalen und regionalen Ausflugstipps

Aus den Sammlungen könnte später auch eine Broschüre, ein Kalender o.ä. erstellt werden. Entweder in Printversion für alle Familien (und Bürgermeister*in, Landrät*in und andere politische Mandatsträger*innen) oder digital für die Website o. a. Plattform. Auch schuleigene Nachhaltigkeits-Apps könnten von älteren Schüler*innen programmiert werden.

Umweltschule-Sondernewsletter aus der Corona-Zeit 2020

Die drei Sondernewsletter sind in der Corona-Zeit von März bis Mai 2020 entstanden. Aufgrund der Schulschließungen konnten keine Umweltschule-Aktivitäten durchgeführt werden. In den Newslettern sind ein paar Ideen für die Umsetzung im Homeschooling zusammengestellt. Im Schuljahr 2019/20 wurden die Auszeichnungskriterien so angepasst, dass auch eine Bewerbung mit reinen Homeschooling-Aktivitäten in einem Handlungsfeld möglich ist. 

Die in den Newslettern genannten Links führen aufgrund der Umwandlung in PDF-Dokumente leider nicht alle zum gewünschten Ziel. Über eine Browsersuche sollten die genannten Internetseiten jedoch auffindbar sein.

Sondernewsletter 1 (PDF)

Sondernewsletter 2 (PDF)

Sondernewsletter 3 (PDF)

Ökologischer Fußabdruck und Klimawandel - Materialien für berufliche Schulen

Folgende Arbeitsblätter dürfen nur für den Einsatz in der Schule bzw. im Homeschooling verwendet werden.

Zwei Arbeitsblätter des Staatlichen Beruflichen Schulzentrums Wiesau

Berufliche Schulen Landsberg am Lech

Pinnwand - Ideen zur Vermeidung von Einwegprodukten

Was vor Corona schützt, wird für die Umwelt ein Problem - Unsere Ideen zur Vermeidung von Einwegprodukten im Schulalltag. Tragen Sie gerne auch Ihre Ideen ein.

Hier geht es zur Pinnwand

Insektenhotel-Wettbewerb für die ganze Schulgemeinschaft

Die Schülerinnengruppe EMMA des Erzbischöflichen Maria-Ward-Gymnasiums Nymphenburg hat während der Schulschließungen im Jahr 2020 zu einem kreativen Insektenhotel-Wettbewerb aufgerufen. Jede Schülerin der Schule konnte sich von daheim aus beteiligen. Die Ergebnisse wurden dokumentiert, anschließend konnte jede Schülerin bis zu drei Stimmen abgeben. Ergänzend zur Präsentation der Fotos wurden interessante Informationen zum Thema Insektenhotel angeboten.

Die Eigeninitiative und Partizipation der Schülerinnen und ihre Idee, die gesamte Schulgemeinschaft in diese Maßnahme einzubinden, ist sehr vorbildlich.

Vielen Dank an das Erzbischöfliche Maria-Ward-Gymnasium Nymphenburg für die zur Verfügungstellung der Fotos. Alle Originalfotos und weitere Fotos finden sich auf der Website der Schule.

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