Grundschule St. Georgen Bayreuth: Klimawerkstatt und träumende Bäume

Entstehung und Einbeziehung der Schüler:

Die Schüler sind bei der Planung der Erweiterung des bestehenden Gartens einbezogen worden. Sie durften Wünsche äußern und sich an den Umgestaltungsmaßnahmen voll umfänglich beteiligen. So sind z. B. Bienen, Hasen und Hühner auf dem Gelände des Schulgartens eingezogen, deren Pflege die Kinder im Rahmen dreier Arbeitsgemeinschaften täglich und in den Ferien übernehmen. Unter Anleitung von Lehrkräften bzw. der Schulimkerin erlernen die Kinder einen selbständigen Umgang mit den Pfleglingen. Das Forscherinteresse bzgl. Boden fand in der Ausschachtung eines Bodenprofils seine Umsetzung. Die Grabungsarbeiten haben für die Kinder hochinteressante Einblicke in die Bodenstruktur gefördert. Die Anlage und Bewirtschaftung von Hochbeeten, die Einrichtung eines funktionierenden Komposthaufens, der Bau eines Baumhauses, die Anlage von Bienenweiden, die Pflege des Randstreifens des Grundstückes zu den Anwohnern, das Trocknen von Heu für die Hasen sind nur einige Tätigkeiten, die die Kinder im Rahmen der Schulgartentätigkeiten übernehmen.  

 

Fächerübergreifende Einbindung des Gartens:

  • Heimat-und Sachunterricht: Alle Artenkundlichen Themenbereiche, Brückenbauen, Umgang mit Feuer
  • Mathematik: Zeichnen von Plänen für neue Beete, etc., Berechnung von Materialmengen für Baumaßnahmen
  • Deutsch: Lesen von Anleitungen zum Anlegen von Komposthaufen, zu Tierhaltung etc.
  • Kunst: Gestaltung eines Veranstaltungsgeländes im Rahmen der Veranstaltung "Träumende Bäume meets Klimawerkstatt"

 

Nutzung des Gartens:

  • Projekttage mit den Klassen der Grundschule, ca. 40 pro Schuljahr
  • Projekttage mit Kindergartengruppen und Klassen der Mittelschule, ca. 10 pro Schuljahr
  • Projekttage schulfremden Kindergruppen, z.B. Behindertengruppen der Diakonie, ca. 12 pro Schuljahr

Bei allen Projekttagen ist ein Bestandteil der Bezug zu den Tieren auf dem Gelände, ein Bestandteil ist gesunde Ernährung mit regionalen Produkten, ein Bestandteil ist Naturbeobachtung und -erleben, ein Bestandteil ist Selbstorganisation im Team.

 

Bezüge zur Nachhaltigkeit:

Ökologische Nachhaltigkeit: Bei der Bewirtschaftung wird auf strickte Ressourcenschonung geachtet. Die Lebensmittel kommen aus heimischen, ökologisch orientieren Betrieben, die verwendeten Materialien sind häufig wiederverwendete Altmaterialien oder umweltfreundlich erzeugte Produkte. Die benötigte Energie, z.B. für ein digitales Mikroskop wird mit einem mobil verfügbaren Solarmodul gewonnen.

Ökonomische Nachhaltigkeit: Die schonende Bewirtschaftung macht dauerhafte Arbeit möglich.

Soziale Nachhaltigkeit: Preisträgerschaften bei Wettbewerben und öffentliche Anerkennung ermöglicht es, eine Stelle für ein freiwilliges ökologisches Jahr einzurichten und dauerhaft anzubieten. Die Wahrnehmung der Öffentlichkeit hat sich durch mehrere Veranstaltungen in verschiedenen Bereichen positiv verändert. Die Bevölkerung des ganzen Stadtteils schätzt die Naturoase sehr. Die "Klimawerkstatt" im Schulgarten findet oberfrankenweite Beachtung bei Schulrätetagungen, Inklusionsgesprächen und Lehrerfortbildungen. 

 

Bewahrung und Förderung der biologischen Vielfalt:

  • 4 Bienenvölker
  • Bewirtschaftung einen kleinen Hühnerstalls mit seltenen Rassen und mit Aufzucht von Kücken 

 

Kooperation mit außerschulischen Partnern:

  • Landesgartenschau GmbH: Projekttage für Gruppen im Rahmen der "Schule im Grünen"
  • Kirchengemeinde der Ordenskirche: Gemeinsame Großveranstaltungen im Herbst 2015 und im Frühjahr 2017
  • Diakonie, Hilfe für das behinderte Kind: Gemeinsame Naturerlebnistage im Rahmen des Ferienprogrammes für Kinder mit und ohne Behinderung
  • Ochsenfurter Spielbaustelle e.V.: Planung und Ausführung von Bauten wie Kochstelle, Baumhaus, etc.
  • Bundesverband Spielmobile e.V.: Spielaktionen im Rahmen der Stadteilarbeit
  • Bioenergieregion Bayreuth: Zuarbeit beim Thema Müll und Energiegewinnung
  • Haus der Kleinen Forscher: Begleitung der naturwissenschaftlichen Forscherarbeiten

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