Wilde Vögel unterbringen und transportieren

Käfige sind tabu für gefundene Vögel - Karton die Lösung

Waldkauz in einer Transportbox | © LBV © LBV
Waldkauz in einem Karton richtiger Größe und mit korrekter Auslage aus Pappe

Ein wilder Vogel gehört nicht in den Vögelkäfig! Er würde sich nur unnötig verletzen. Für einen Transport oder eine kurzfristige Unterbringung sollten Sie den Vogel in einem seiner Körpergröße entsprechenden Karton setzen. Das Tier braucht genug Platz, um aufrecht sitzen zu können und es muss die Möglichkeit haben, sich flach hinlegen zu können. Um zu verhindern, dass der gefundene Vogel sich sein Gefieder mit Kot verklebt, legen Sie den Karton mit einem Handtuch, Küchenkrepp oder Zeitung aus. Der Karton sollte stabil und oben sorgfältig geschlossen sein. Auch ein völlig entkräftetes Tier kann in Todesangst seine letzten Kräfte zum Fluchtversuch mobilisieren.

An heißen Tagen müssen Sie unbedingt darauf achten, dass der Vogel nicht überhitzt. Stechen Sie möglichst viele Luftlöcher in den Deckel und in die Seiten des Gehäuses oder legen Sie ein nasses Handtuch über den Karton. Fühlt sich der Vogel auffällig kühl an, sorgen Sie für eine angenehme Umgebungstemperatur.

Welches Quartier für welches Tier?

Sollten Sie einen Jungvogel in Pflege nehmen, ist es primär wichtig zu wissen, um was für einen Vogel es sich handelt. Ordnen Sie den Vogel in eine der vier Gruppen Eulen/Greifvögel, Wasservögel, Hühnervögel oder Singvögel ein. Denn dies ist entscheidend dafür, wie Sie mit dem Vogel weiter umgehen. Eulen, Greif- und Singvögel sind Nesthocker, die nur ein kleines Quartier aber viel Wärme brauchen, vor allem, wenn sie noch nicht vollständig befiedert sind. Wasser- und Hühnervögel sind Nestflüchter und brauchen mehr Bewegungsfreiheit. Die einzelnen Arten haben höchst unterschiedliche Ansprüche an das Aufzuchtfutter.

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