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Die Zauneidechse – ein wärmeliebendes Reptil

Lacerta agilis

Zauneidechse sitzt auf einem Stein | © Markus Gläßel © Markus Gläßel
Neongrüne Pracht: Das Zauneidechsenmännchen ganz nah

Die Zauneidechse liebt Trockenheit und Sonnenbäder. Sie hat ein hohes Wärmebedürfnis. Morgens aalt sie sich in der Sonne, um ihren kalten und steifen Körper aufzuwärmen. Wohl fühlt sie sich in Wildgärten, an trockenen Waldrändern, an Bahndämmen und in Steinbrüchen. Viele ihrer Lebensräume sind vom Menschen geprägt. Sie ist ein tagkaktives Tier und sehr ortstreu. In den späten Vormittagsstunden ist sie besonders aktiv.

 

Zauneidechse sitzt auf einem Baumstamm | © Fünfstück © Fünfstück
Weibchen in Braun

Kennzeichen

Die Länge der Zauneidechse beträgt ungefähr 15 bis 20 cm. Frisch geschlüpfte Jungtiere sind circa halb so groß. Weibchen sind überwiegend braun gefärbt mit hellen Flecken an der Seite. Beim Männchen sind speziell in der Paarungszeit die Seiten grün, manchmal ist das Tier auch ganz grün.

Lebensraum

Wichtig bei der Wahl des Lebensraumes ist für die Zauneidechse die Möglichkeit zur Eiablage, etwa im Sand-Kies-Gemisch einer Trockenmaueroberfläche. Zudem sollte sich ihr "Wohnzimmer" schnell erwärmen können und ein Versteck vor Feinden bieten. Heutzutage haben sich die Zauneidechsenbestände verringert, da sie vor allem von Katzen gefressen werden, die ihren Jagdtrieb ausleben. Manchmal entkommt das Reptil seinem Feind. Wenn es geschnappt wird, bricht der Schwanz an einer „Sollbruchstelle“ ab und irritiert den Jäger. So kann die Eidechse fliehen. Ihr Schwanz wächst nach, allerdings nicht mehr auf die gleiche Länge.

Bauen Sie in Ihrem Garten eine Trockenmauer und bieten diesem wundervollen Tier ein Zuhause. Der LBV zeigt Ihnen wie es geht.

 

 

Der Trick mit dem Schwanz

Zwei Zauneidechsen sitzen auf einem Stein | © Dr. Andreas von Lindeiner © Dr. Andreas von Lindeiner
Zauneidechsenpärchen

Ernährung

Die Zaunechse ernährt sich räuberisch, vor allem von Insekten und Spinnen. Heuschrecken und Raupen fressen sie besonders gerne.

Paarungsverhalten

Ende April oder Anfang Mai beginnt die Paarungszeit, während der Beobachtungen enorm reizvoll sind. Denn auf der Suche nach einem Weibchen sind die Männchen viel unterwegs. Eiablage ist meist im Mai oder Juni. Ein Gelege enthält im Durchschnitt 9 bis 14 Eier. Sie werden als Klumpen z.B. in selbstgegrabenen Erdlöchern abgelegt. Nach zwei Monaten schlüpfen die Jungtiere, die aufpassen müssen, nicht von ihren eigenen Eltern gefressen zu werden.

Gefährdung

Rote Arten Liste Bayern: gefährdet
Rote Liste Bayern: Art auf der Vorwarnliste

 

Systematik

Überordnung: Schuppenechsen (Lepidosauria), Ordnung: Schuppenkriechtiere (Squamata), Familie:Echte Eidechsen (Lacertidae), Unterfamilie: Lacertinae, Gattung: Lacerta, Art: Zauneidechse (Lacerta agilis).

 

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