Wiedehopf

Upupa epops

Ruf des Wiedehopfs hier abspielen! (www.tierstimmen.de)

Ein Wiedehopf sitzt auf einem Ast | © Marcus Bosch © Marcus Bosch

Der Wiedehopf (lat. Upupa epops) gehört zu der Familie der Wiedehopfe, wird 25-29 cm groß und bis zu 10 Jahre alt. Er ist leicht erkennbar an seinem orange-bräunlichen Federkleid mit kontrastreicher, schwarz-weißer Bänderung der Schwingen und des Schwanzes, der aufrichtbaren Federhaube und dem langen, dünnen, gebogenen Schnabel.

Der charakteristische Balzruf der Wiedehopfe besteht aus meist dreisilbigen „hupupup“-Lauten. Bei Erregung krächzt der Wiedehopf ein gedehntes „schäär“.

Die Brutzeit des Wiedehopfs dauert von April bis Juli. Fünf bis acht Eier werden gestaffelt abgelegt und ungefähr in 18 Tagen ausgebrütet. Nach dem Schlüpfen verbleiben die Jungvögel als Nestlinge 23 bis 25 Tage im Nest, bevor sie ihre Selbstständigkeit erlangen.

Der Wiedehopf gehört zu den sekundären Höhlenbrütern, das heißt, er nutzt bereits vorhandene Höhlen. Mögliche Nistplätze stellen Baumspalten, Faulhöhlen, Spechtbäume, Mauerspalten, Felshöhlen und auch Erdlöcher dar.

In Bayern gibt es nur noch 10 Brutpaare

Wiedehopf mit Jungvogel im Baum, der Kamm ist aufgestellt | © Zdenek Tunka © Zdenek Tunka

Der Wiedehopf ist auf offene Landschaften mit warm-trockenem Mikroklima und kurzer Vegetation als Lebensraum angewiesen. Mögliche Lebensräume sind somit trockene Kulturlandschaften, extensiv bewirtschaftete Weideflächen, Weinberge, Obstgärten, Sandabbaugebiete, höhlenreiche Waldränder und gebietsweise auch Parks.

Bereits ab Mitte Juli treten die Wiedehopfe ihre Reise nach Afrika an, wo sie bis Februar/März überwintern.

Auf dem Speiseplan des Wiedehopfes stehen Grillen (wie z.B. die Maulwurfsgrille), Käfer und Engerlinge sowie größere Schmetterlingsraupen, Spinnen, Asseln, Hundert- und Tausendfüßler, Regenwürmer und Schnecken. Gelegentlich verspeist der Wiedehopf auch kleine Wirbeltiere wie Eidechsen.

Da die Nahrung auf dem Boden gesucht wird, braucht er schütter bewachsene Flächen mit hoher Strukturvielfalt um seine Nahrung in ausreichender Menge finden zu können.

Obwohl der Wiedehopf europa- und weltweit nicht in seinem Bestand gefährdet ist, ging der Bestand in Mitteleuropa auf wenige Tausend Vögel zurück. In Deutschland brüten ca. 380 bis 460 Paare. In Bayern war der Wiedehopf früher weit verbreitet, doch sind aktuell nur noch ca. 10 Paare übrig.

Gründe hierfür sind vor allem der Verlust von Lebensräumen und landschaftlichen Kleinstrukturen, ein Mangel an Nistplätzen und übermäßiger Pestizideinsatz. Erfahrungen aus anderen Regionen lassen hoffen, dass der Wiedehopf auf gezielte Schutzmaßnahmen positiv reagiert. So wollen wir auch in Bayern diesen schönen Vogel als Heimkehrer willkommen heißen.

Meldung von Maulwurfsgrillen

Als Teil des Schutzprojekts für den Wiedehopf und Wendehals, wird auch die Nahrung - große am Boden lebende Insekten - des Wiedehopfs erforscht. Um die Verfügbarkeit dieser wichtigen Insekten näher zu untersuchen, wollen wir vor allem mehr über das Vorkommen der Maulwurfsgrille erfahren. Diese wird in vielen Regionen als die begehrteste Aufzuchtnahrung für Wiedehopfjunge beschrieben. Dazu hoffen wir auf die Mithilfe vieler „Bürgerwissenschaftler“, die uns helfen können, unser Wissen über die Verbreitung der Maulwurfsgrille in Bayern zu verbessern.

Durch das Ausfüllen des Meldeformulars tragen Sie dazu bei, mehr über die Verbreitung einer der größten Grillenarten Europas zu erfahren. Bitte beachten Sie, dass nicht nur die Feststellung der Maulwurfsgrille für uns von Interesse ist, sondern auch ihre Abwesenheit. Wenn Sie also in Ihrem Garten oder auf Ihrem regelmäßig begangenen Angelplatz keine Maulwurfsgrillen feststellen konnten, ist das eine Meldung, die genauso wichtig ist für uns.

Meldung für Angler und Fischer

Meldung für Privatpersonen bzw. im Garten

Zurück

Newsletter