Weißstorch

Ciconia ciconia

Ruf des Weißstorchs - Hier abspielen! (www.tierstimmen.de)

Klapperndes Weißstorchenpaar in seinem Horst | © Marcus Bosch © Marcus Bosch

Größe: sehr großer Vogel mit langem Schnabel und langen Beinen, Kopf und Hals im Flug gerade nach vorn gestreckt

Aussehen: Gefieder weiß, Schwingen schwarz, leuchtend roter Schnabel und Beine

Stimme: Schnabelklappern, leises Zischen

Vorkommen: Sümpfe, feuchte Wiesen und Auen, brütet in Siedlungen auf Gebäuden, Schornsteinen und Masten

Volkstümliche Namen

In einigen deutschen Mundarten wird der Storch als 'Adebar', vom althochdeutschen odoboro bezeichnet. Die Silben bero und bar in Adebar bedeuten "Träger", denn zu seinen Obliegenheiten gehört es, den Menschen die kleinen Neugeborenen im Schnabel zuzutragen. Als 'Klapperstorch' soll er dem Volksglauben nach in einem Tuch die Kinder überbringen.

Gefieder weiß mit schwarzen Handschwingen, Schnabel und Beine leuchtend rot; Männchen und Weibchen sind äußerlich fast nicht zu unterscheiden, Männchen allerdings meist etwas kräftiger und größer als Weibchen; Schnabellänge 14-19 cm.

Jungvögel: im ersten Jahr noch mit teilweise bräunlichen Beinen und Schnabelspitze.

Spannweite: bis zu 2 Meter

Körperlänge: ca. 80-100 cm

Gewicht: 3-4 kg, Männchen meist etwas schwerer als Weibchen

Stimme

Charakteristisches Klappern zur Begrüßung und Feindabwehr, in letzterem Fall oft von einer Art Fauchen begleitet, sonst keine Lautäußerungen

Nahrung

Allesfresser: Kleinsäuger, Froschlurche, Eidechsen, Schlangen, Fische, Insekten und deren Larven, in seltenen Fällen auch Eier und Junge von Bodenbrütern, auch Aas.

Nest

Brütet auf Hausdächern, Bäumen, Masten und Felsen; Nest aus Ästen, bis zu 2 m Durchmesser, kann bis zu 4 m hoch und 2 Tonnen schwer werden

Brut

Anfang April bis Mitte Juni, 1- 7, meist jedoch 2-4 Eier, brütet ca. 31-32 Tage, Nestlingszeit ca. 55-60 Tage, nach 7 Wochen haben die Jungen die Größe der Altvögel erreicht, im Alter von 3 Monaten Trennung von den Elterntieren

Lebensraum / Verbreitung

Offene Landschaften, Feuchtgrünland, Flussniederungen mit periodischen Überschwemmungen, extensiv genutzte Wiesen und Weiden; in Südeuropa und Nordafrika auch in Trockengebieten

Bestand

Deutschland: ca. 4.000 Brutpaare, weltweit ca. 500.000 Tiere
Bayern 2013 320 Horstpaare.

Gefährdung

Bayern: gefährdet (Rote Liste 3)
Deutschland: gefährdet (Rote Liste 3)
Europa: besonders geschützt (Anhang 1 der EU-Vogelschutzrichtlinie)

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Gefährdung & Schutzprojekt

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