Wasseramsel

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Ruf der Wasseramsel - Hier abspielen! (www.tierstimmen.de)

Wasseramsel im Wasser | © Markus Gläßel © Markus Gläßel

Volkstümliche Namen

In früheren Zeiten wurde die Wasseramsel im Volksmund auch Wassersta(a)r, Wasserstahr oder Bachamsel genannt.

Kennzeichen

Etwas kleiner als ein Star. Gedrungene Gestalt mit kurzem Schwanz. Kopf und Nacken braun, restliche Oberseite Grau-Schwarz. Kehle und Brust sind reinweiß.

Vorkommen

Verbreitung in Mitteleuropa lückenhaft. In Deutschland mit Ausnahme des Nordens Brutvogel. Die Wasseramsel ist an strömungs- und sauerstoffreiche Fließgewässer gebunden (Flüsse der Forellenregion). Seichte Wasserstellen und dichte Ufervegetation müssen, zumindest stellenweise vorhanden sein.

Fortpflanzung

Geschlechtsreife nach Vollendung des ersten Lebensjahres. Monogame Saisonehe. Die Paarbildung erfolgt im Herbst. Im folgenden Januar/Februar werden die Brutreviere besetzt. Das Männchen legt den Brutplatz fest. Ausgeprägte Nistplatztreue, dh. günstige Standorte werden über Jahre besetzt. Nestbau erfolgt meist am oder hinter stark strömendem Wasser, in Fels- oder Mauerspalten, auf Brückenträgern oder auf Wurzeln, wenn möglich überdacht. Nest besteht aus Moos mit Mulde aus Grasrispen und trockenen Blättern. Die Legeperiode reicht in Mitteleuropa von Mitte Februar bis Ende Juni. Gelegegröße liegt bei 5 Eiern. Da Weibchen brütet allein, etwa 16-17 Tage und wird dabei vom Männchen gefüttert. Die Nestlingsdauer beträgt 20-24 Tage. Beide Elternteile füttern die Nestlinge, die bereits vor der Flugfähigkeit schwimmen können.

Nahrung

Vielfältige tierische Nahrung wie kleine Fische, Amphibien, Weichtiere, Würmer. Hauptsächlich aus dem Wasser heraus.

Verhalten

Dämmerungs- und Tagaktiv. Der einzige Singvogel der schwimmen und Tauchen kann! Steht meist auf einem Stein im oder am Wasser. Flug flach niedrig über dem Wasser, an Land etwas höher. Tauchgänge bis zu 15 Sekunden möglich.

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