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Waldlaubsänger

Phylloscopus sibilatrix

Gesang des Waldlaubsängers

Stimme des Waldlaubsängers
Gesang: nach einer Einleitung mit „sib-sib“-Motiven, die mehrfach wiederholt und schneller werden, folgt ein Triller „sirrr“: „sip ..sip ..sip, sipsip sip sip sip sip-sip-sip-sipsipsipsipsipsirrrrrrr“ (ähnlich eienr sich auf einer Marmorplatte ausdrehenden Münze) 

Alternativer Gesangstyp eine zwischen Schwirrstrophen eingeschobene Reihe wehmütiger, anfangs intensiver werdender, weicher Töne „tüh tüh tüh-tüh-tüh-tüh-tüh  
Bei Beunruhigung gedämpft flötend wehtmütig „tüh

Status

In den letzten Jahren gehen die Bestände bei der einst häufigen Art zurück.

Blick ins Geschichtsbuch

Volkstümlicher Name
Aufgrund seines schwirrenden Gesangs ist der Waldlaubsänger in alten Büchern auch unter dem Namen „Waldschwirrvogel“ zu finden. Diese Name ist aber heute nicht mehr gebräuchlich. 

Aussehen

Waldlaubsänger auf Ast | © Dieter Hopf © Dieter Hopf
Der Waldlaubsänger (Phylloscopus sibilatrix)

Größe: ca. 11,5 – 12,5cm

Spannweite: 20-24 cm

Gewicht: ca. 8,5 – 12,5g

Alter: ca. 10 Jahre

Kennzeichen
Deutlich kleiner und zierlicher als ein Spatz. Größe wie Fitis, ähnlich lang gestreckt, sogar mit noch längeren, spitzeren Flügeln (Handschwingenprojektion entspricht mindestens Schirmfederlänge), sieht daher kurzschwänzig aus. Zarter Schnabel, kräftig grüne Oberseite und weißliche Unterseite mit leuchtend gelber Kehle und Brust, auffälliger gelber Überaugenstreif, markanter graugrüner Augenstreif, Kehle, Ohrdecken und Vorderbrust hell zitronengelb mit ungewöhnlich quer abgesetzter silberweißer Färbung der übrigen Unterseite

Ähnliche Arten
Andere Laubsänger. Die zweigeteilte Unterseite aus gelber Kehle und Brust sowie weißem Bauch hat aber nur der Waldlaubsänger. 

Vorkommen

Bei uns
Sommervogel, Anfang April bis Mitte September; überwintert im tropischen Afrika 

Verbreitung
Der Waldlaubsänger ist in ganz Deutschland verbreitet und brütet vor allem in Buchwäldern, die hallenartig sein sollten. Auf dem Durchzug ist er aber auch in allen möglichen Gehölzen – auch in Städten – anzutreffen. 



Lebensweise

Waldlaubsänger auf Ast | © Dr. Christoph Moning © Dr. Christoph Moning
Der Waldlaubsänger ist vor allem in Laub- und Laubmischwäldern anzutreffen

Verhalten
Wie viele andere Laubsänger ist auch der Waldlaubsänger überwiegend im Kronenbereich von Laubbäumen anzutreffen, brütet aber in dürrer Vegetation oder auf Laub, meist in kleinen Vertiefungen, auf dem Boden. Das Männchen führt kleine Singflüge im Stammbereich aus, die auf einer etwas exponierten Singwarte enden.

Lebensraum
Wie sein Name schon verrät ist der Waldlaubsänger vor allem in Laub- und Laubmischwäldern mit einer schwach ausgeprägten Strauch- und Krautschicht anzutreffen. Er ist aber auch in Fichten-und Kiefernwäldern mit einzelnen Laubbäumen zu finden.

Nahrung 
Der Waldlaubsänger ernährt sich vorwiegend von Insekten und Spinnen, die im Kronendach von den Blättern gelesen oder in offeneren Astbereichen mittels kurzen Flügen gejagt werden. Nur im Herbst ergänzt er seinen Speiseplan gelegentlich durch Beeren.

Nest 
Das aus Halmen und Gras erbaute backofenförmige Nest liegt gut versteckt im Bodengestrüpp. Das Weibchen legt sechs bis sieben Eier, die 12 bis 14 Tage bebrütet werden. Die Jungvögel bleiben nach dem Schlüpfen noch 12 bis 13 Tage im Nest.

Schon gewusst?

Einige Männchen des Waldlaubsängers sichern sich lieber ab und werben während der Brut des ersten Weibchens in einem zweiten Territorium um ein weiteres Weibchen.

 

Gefährdung

Rote Liste ungefährdet;

Waldlaubsänger sind durch einen zunehmenden Lebensraumverlust betroffen. Dieser wird durch eine intensivere Forstwirtschaft mit erhöhtem Nadelholzanteil und einer geringeren Durchlichtung der Wälder bedingt. Gründe hierfür sind zum einen eine intensivere Bewirtschaftung, aber auch eine erhöhte Sukzession, beispielsweise aufgrund von Eutrophierung.

Systematik
Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes), Familie: Laubsängerartige (Phylloscopidae), Gattung: Laubsänger (Phylloscopus), Art: Waldlaubsänger (Phylloscopus sibilatrix).

Quelle: Lars Svensson: Der Kosmos Vogelführer, Stuttgart 2011.

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