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Waldbaumläufer

Certhia familiaris

Ruf des Waldbaumläufers

Stimme des Waldbaumläufers
Ruft wiederholt, fein klingend trillernd „srri“ (zarter und auffälliger als ähnlicher Amselruf), manchmal auch locker wiederholt dünn und saubere (ohne „r“) „tiih“.  
Gesang eine 2 – 3s dauernde hohe Strophe (im Klang wie Blaumeise), abfallend mit Schnörkel oder Thriller am Ende (Vorsicht, manche imitieren Gartenbaumläufer). 

Status

ungefährdet

Aussehen

Waldbaumläufer an Baum | © Rosl Roessner © Rosl Roessner
Der Waldbaumläufer (Certhia familiaris)

Größe: ca. 12,5 – 14 cm

Spannweite: 18-21 cm

Gewicht: 8-12 g

Alter: ca. 2 - 3 Jahre in der Natur

Kennzeichen
Sehr ähnlich dem Gartenbaumläufer, durchschnittlich etwas kürzerer Schnabel, unterseits meist reiner (Flanken überwiegend weiß). Deutlicher Überaugenstreif und weißerer, kostrastreicherer Fleckung auf Scheitel/MantelHinterkralle lang. 

Ähnliche Arten
Gartenbaumläufer: Flanken bräunlich getönt. Kaum Überaugenstreif. Hinterkralle kurz. Stimme bestes Merkmal zur Unterscheidung!

Vorkommen

Waldbaumläufer von hinten, klettert Baum hoch | © Dr. Christoph Moning © Dr. Christoph Moning
Der Waldbaumläufer ist lückig über Bayern verbreitet

Bei uns
Überwiegend Jahresvogel, nordöstliche Populationen ziehen in manchen Jahren.

Verbreitung in Bayern
Der Waldbaumläufer ist lückig über Bayern verbreitet, besiedelt aber im Unterschied zum Gartenbaumläufer auch die Wälder der Alpen und der höheren Mittelgebirge nahezu flächendeckend.

Verbreitung
Der Waldbaumläufer bewohnt ganzjährig Nadel- und Mischwälder in Europa (außer der iberischen Halbinsel südlich der Pyrenäen), bevorzugt in dichteren Bereichen. In Asien erstreckt sich sein Verbreitungsgebiet vom Ural durchs südliche Sibirien bis nach Japan und Nordchina.

Bestand in Bayern
Der Brutbestand in Bayern wird auf ca. 20.000 - 40.000 BP geschätzt.

Lebensweise

Waldbaumläufer klettert Baum hoch | ©Dr. Christoph Moning ©Dr. Christoph Moning
Nachts schläft der Waldbaumläufer überwiegend in Baumspalten

Verhalten
Er untersucht auch oft die Unterseite von Ästen. Mit den langen gebogenen Krallen verschafft er sich guten Halt und klettert geschickt umher. Normalerweise lebt der Vogel allein, doch schließt er sich im Herbst und Winter gelegentlich gemischten Trupps aus Meisen, Kleibern und Goldhähnchen an.

In kalten Winternächten sitzen häufig 15 Waldbaumläufer beieinander, um sich gegenseitig zu wärmen. Zu anderen Zeiten verteidigt er sein Territorium und seinen Schlafplatz energisch gegen jeden Eindringling.

Nachts schläft der Waldbaumläufer in Baumspalten, hinter lose abstehender Rinde oder in Vogelnistkästen, deren Einflugloch nicht zu groß ist. Er sieht dann aus wie ein Federball, aus dem der lange Schwanz herausragt.

Lebensraum
Brütet in Wäldern, oft mit Nadelholzanteil, bevorzugt in dichteren Bereichen. 

Nahrung 
Seine Nahrung besteht vor allem aus Spinnen, Springschwänzen, kleinen Faltern und Rüsselkäfern. In den engen Ritzen findet er auch Käferlarven, besondere Leckerbissen, die er ganz verschluckt.

Nest 
Das natürliche Nest wird aus Reisern und Würzelchen gebaut und mit Federn und Wolle ausgelegt.

Schon gewusst?

Beim Klettern an Baumstämmen hüpft der Waldbaumläufer stets nur aufwärts, weshalb er in der Regel den Fuß eines Baumes anfliegt und sich von dort nach oben vorarbeitet. Seinen recht langen Schwanz benutzt er – ähnlich wie ein Specht – beim Klettern als Stütze.

Gefährdung

Der Waldbaumläufer gilt als ungefährdet.

Der Verlust von borkigen Bäumen kann aber dennoch zur Gefahr für ihn werden. 

Systematik
Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes), Familie: Baumläufer (Certhiidae), Gattung: Eigentliche Baumläufer (Certhia), Art: Waldbaumläufer (Certhia familiaris).

Quellen:
Lars Svensson: Der Kosmos Vogelführer, Stuttgart 2011.
Bayerisches Landesamt für Umwelt, lfu.bayern.de

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