Wacholderdrossel

Turdus pilaris

Gesang der Wacholderdrossel

Wacholderdrossel mit Apfel im Schnee | © Marcus Bosch © Marcus Bosch
Wacholderdrossel (Turdus pilaris)

Volkstümliche Namen
Bekam den Namen von der Nahrung (Wacholderbeeren). Im Laufe der Zeit gebrauchten die Mundarten unterschiedliche Synonyme für den Wacholderbaum, so dass sich in der Geschichte auch Namen wie Kranewitevogel oder Krammsvogel finden lassen (Kranawitu = Wacholder). Teils aber auch Benennung nach der Stimme, für welche u.a. die schak-schak Rufe charakteristisch sind (Schacker, Schachtdraussel).

Kennzeichen
Eher flatternder, weniger wellenförmiger Flug. Unterscheidbar von der Misteldrossel durch gänzlich schwarze Schwanzfedern und den grauen Nacken. Groß, langschwänzig und robust. Mantel rotbraun, weiße Unterflügeldecken, unterseits kräftig gefleckt.

Kopf und Nacken sind grau. Der Schnabel ist mindestens an der Basis gelb. Männchen und Weibchen sind gleich gefärbt.
Ruft durchdringend gepresst „gih“ und rau schackernd in schnellem Temppo „gag schak-schak-schak“.

Vorkommen
Brütet in offenen Laub- und Mischwäldern, Feldgehölzen, Feldern, Mooren, Alleen, Parks, und Gärten Ab Herbst in Trupps auf Wiesen und sogar mitten in den Städten. Sehr robust, überwintert manchmal nahe der Schneegrenze.

Beobachtungszeit: ganzjährig.

Nahrung
Sommer: vorliebend Regenwürmer, Schnecken, große Insekten und Larven.
Wintermonate: Pflanzenkost insb. Beeren.

Info
Sie verteidigen die unmittelbare Umgebung ihres Zuhauses vehement und mit kollektivem Einsatz. Greifen dabei oft gemeinsam an, verwenden auch gezielte Kotspritzer als Abwehrwaffe.

Systematik
Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes); Unterordnung: Singvögel (Passeri); Familie: Drosseln (Turdidae); Gattung: Echte Drosseln (Turdus); Art: Wacholderdrossel (Turdus pilaris).

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