Steinkauz

Athene noctua

Steinkauz sitzt auf einem dünnen Ast im Baum | © Marcus Bosch © Marcus Bosch

Aussehen: Erkennen kann man den Steinkauz leicht. Er ist nicht größer als eine Taube und ziemlich kurzschwänzig. Typisch ist sein Kauzgesicht mit flacher Stirn und großen gelben Augen. Das Gefieder ist dunkelbraun mit dichten weißen Flecken.

Stimme: Der Steinkauz ist lebhaft und verfügt über ein relativ breites Rufrepertoire. Erregungs- und Warnruf ist ein guhat oder kwiau Laute. Das Männchen lockt mittels monoton gereihter Huui- oder Ghu(k)-Laute.

Lebensraum: Bevorzugt offene, grünlandreiche Landschaften mit ganzjährig kurzer Vegetation. Baumreihen oder Baumgruppen müssen als Höhlen und Rufwarten ebenfalls vorhanden sein. Besonders kopfbaumreiche Wiesen und Weiden sowie Streuobstwiesen.

Verbreitung: Der Steinkauz ist von Westeuropa und den Ländern um das Mittelmeer - einschließlich Nordafrika - quer durch Eurasien bis nach China verbreitet. In Neuseeland und Großbritannien wurde die Art erfolgreich eingebürgert.

Bestand: In Deutschland steht er mit einem Bestand von etwa 6.000 Paaren auf der Roten Liste und gilt als stark gefährdet.

Nahrung: Die Leibspeise des Steinkauzes sind Feldmäuse. Er verschmäht aber auch Insekten, kleine Reptilien und Amphibien nicht. Sogar Regenwürmer stehen auf seinem Speiseplan.

Fortpflanzung: Im Februar patrouilliert das Männchen verstärkt an seinen Reviergrenzen. Dabei lässt es seinen lauten ghuu-ghu-Ruf hören. Dieser hält andere Männchen fern, dient aber gleichzeitig dazu ein Weibchen anzulocken. Hat sich ein Weibchen im Revier eingefunden, versucht das Männchen es mit der Übergabe von Beutestücken zu beeindrucken. Schließlich entscheidet sich das Weibchen für einen Brutplatz. Dieser kann in einer Baumhöhle aber an Gebäuden, in Felsnischen oder Bodenhöhlen liegen. In Abhängigkeit von der Feldmausdichte legt das Weibchen zwischen 3 und 7 Eier. Es brütet allein und wird in dieser Zeit vom Männchen mit Nahrung versorgt. Nach 25-30 Tagen schlüpfen die Jungen. Sie verlassen schon nach einer knappen Woche das Nest. In dieser Zeit kann man sie auch tagsüber in der Nähe des Brutplatzes beobachten. Wenige Wochen später sind sie voll flugfähig und ziehen ihrer Wege.

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