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Sommergoldhähnchen

Regulus ignicapilla

Gesang des Sommergoldhähnchens

Stimme der Sommergoldhähnchens
Ruft ähnlich Wintergoldhähnchen hoch, aber etwas tiefer mit meist längerer und betonter Einleitungssilbe „sri“, gefolgt von 2-3 kürzeren, etwas ansteigenden, sich beschleunigenden Tönen „SRI sri-sri-sri..“

Gesang feiner, hoher, als steigende „Sri-sri“-Folgr, die energischer wird und mit einem Schnörkel endet; ohne an- und abschwellenden Rhythmus des Wintergoldhähnchens.

Status

nicht gefährdet

Blick ins Geschichtsbuch

Sommergoldhähnchen auf Nadelgehölz-Zweig | © Dr. Christoph Moning © Dr. Christoph Moning
Sommergoldhähnchen (Regulus ignicapilla)

Volkstümlicher Name
Mit Hühner haben die Goldhähnchen wenig am Hut. Der wissenschaftliche Name „Regulus“ bedeutet kleiner König. Und mit seiner Goldkrone hat das Goldhähnchen auch etwas Majestätisches an sich. „Ignicapilla“ bedeutet Feuerhaar, was eine Anspielung auf seinen orangenen Scheitelstreif des Männchens ist.

Die Wortgebung „Sommer“ hat auch seine Berechtigung. Während das Wintergoldhähnchen selbst im kältesten Winter in Deutschland ausharrt, ja, sogar im dick verschneiten Bergwald noch anzutreffen ist, weicht das Sommergoldhähnchen Richtung Wärme aus. Allerdings versuchen immer mehr Individuen, den Winter in wärmebegünstigten Gegenden Deutschlands zu verbringen.

Aussehen

Sommergoldhähnchen auf dünnem Zweig | © Markus Glässel © Markus Glässel
Gehört zu den kleinsten Vögeln Europas: Das Sommergoldhähnchen

Größe: ca. 9 - 10 cm

Gewicht: ca. 4,9 – 7,8 g

Kennzeichen
Winziger Vogel, deutlich kleiner als eine Meise und etwas kugelförmig. Kurzer, spitzer Schnabel. Grünlicher Gesamteindruck. Moosgrüner Rücken und etwas hellere Unterseite. Leuchtend gelblicher Schulterfleck. Lebhafter gezeichneter Kopf mit orangefarbenem Scheitel (beim Weibchen gelb), der schwarz eingefasst ist, und breitem weißem Überaugenstreif.

Ähnliche Arten
Das Wintergoldhähnchen hat keinen weißen Augenstreif und keinen gelblichen Fleck auf der Schulter. Am besten anhand der Lautäußerungen zu finden und zu bestimmen.
Das Kopfmuster des Sommergoldhähnchens gestreifter und schärfer, Halsseiten lebhaft grünlich gelb mit Ockerton statt einfarbig graugrün. Scheitel wie Wintergoldhähnchen, aber schwarze Scheitelseitenstreifen auf Stirn zusammenlaufend.

Vorkommen

Bei uns
ganzjährig, im Winter seltener, Kurzstreckenzieher

Verbreitung
Ihr Verbreitungsgebiet umfasst Südwest- und Mitteleuropa sowie die Gebirge Nordafrikas und Kleinasiens. Von weiten Teilen Deutschlands und aus Polen ziehen die Brutvögel im Oktober nach Südfrankreich, Spanien oder Nordafrika und kehren im April wieder zurück in ihre Brutgebiete.

Verbreitung in Bayern
Entgegen der allgemein festgestellten Abnahme an Arten- und Individuenzahl in der Vogelwelt weist das Sommergoldhähnchen einen stabilen Bestand auf und liegt in Bayern auf Rang 16 der häufigsten Brutvögel. In neueren Kartierungen wird die Häufigkeit etwas höher als die des Wintergoldhähnchens geschätzt: die Bestandsschätzung laut dem Atlas der Brutvögel in Bayern (2012) liegt bei 215.000 bis 570.000 Brutpaaren im Vergleich zu 185.000 bis 500.000 des Wintergoldhähnchens. Auch im Starnberger Seengebiet ist es in allen baumreichen Landschaftsformen verbreitet.

Lebensweise

Sommergoldhähnchen am Efeu | © Dr. Christoph Moning © Dr. Christoph Moning
Das Sommergoldhähnchen brütet bevorzugt in Laub- und Mischwäldern

Lebensraum
Goldhähnchen zählen zur Gattung der kleinsten Vögel Europas. Es brütet in Laub- und Mischwäldern, auch reinen Nadelhölzern (einschließlich Kiefern, Zedern). Wählt durchschnittlich niedrigere Wälder als Wintergoldhähnchen, auch hohe Büsche und Hecken, Mischwälder mit hohem Laubholzanteil, auch alte Parks und Gärten. In Iberien und Nordwestafrika auch in Korkeichen- und Buchenbeständen.

Nahrung
Sommergoldhähnchen fressen Insekten und Insektenlarven sowie Spinnen.

Fortpflanzung
Nach der Reviersuche und Paarbildung beginnt das Weibchen Mitte April mit dem Nestbau, der etwa 20 Tage dauert. Das Nest ist ein wahres Meisterwerk. Es wird meist in großer Höhe unter übereinander liegenden Zweigen alter Fichten aufgehängt und gleicht einem tiefen Napf mit einer kleinen Öffnung nach oben. Das Außenmaterial besteht aus Moos und Flechten, innen wird es mit Tierhaaren und Federn gepolstert. Die Brut ist darin extrem geschützt und wärmeisoliert.

Im Mai beginnt die Eiablage. Das Gelege besteht aus 8-10 Eiern und wird von dem Weibchen 14-16 Tage lang bebrütet. Das brütende Weibchen wird von dem Männchen gefüttert, anschließend werden die Jungen von beiden Eltern weitere 18-21 Tage versorgt. Eine zweite Jahresbrut erfolgt als Schachtelbrut, wobei sich das Männchen alleine um die Jungen aus der ersten Brut kümmert, während das Weibchen ein neues Nest baut. Im Oktober zieht das Sommergoldhähnchen aus den Brutgebieten ab.

Schon gewusst?

Bei Regen kann sich das Außennest mit Wasser vollsaugen und dabei das Fünffache des ursprünglichen Gewichts annehmen, trotzdem bleibt es sicher an den Ästen hängen. Diese Stabilität wird durch das Einflechten von Spinnstoff aus den Eierkokons von Spinnen oder Raupengespinsten in das Nestmaterial gewährleistet.

Systematik
Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes), Familie: Regulidae, Gattung: Goldhähnchen (Regulus), Art: Sommergoldhähnchen (Regulus ignicapilla).

Quelle: Lars Svensson: Der Kosmos Vogelführer, Stuttgart 2011.

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