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Silbermöwe

Larus argentatus

Stimme der Silbermöwe
Wiederholt „kiu“ und beruhigend kennzeichnend „gag-ag-ag“; bei Balz johlend, am Ende schneller werdend, tief und schallend „jau-jau“
Warnruf durchdringend

Status

nicht gefährdet 

Aussehen

Silbermöwe am Hafen | © Claudia Becher © Claudia Becher
Silbermöwe (Larus argentatus)

Gewicht: ca. 54 - 60 cm

Spannweite: ca. 123 – 148 cm

Gewicht: ca. 800 – 1 500g

Kennzeichen
Vierjahres-, große, massive Möwe. Altvögel mit hellgrauen Flügeln und hellgrauem Mantel mit fleischfarbenen Füßen. Von allen anderen häufigen Arten unterschieden durch bedeutendere Größe und hellgraue Oberseite, jedoch mit Ausnahme von Mittelmeer- und Steppenmöwe; im Vergleich aber zu diesen Arten aber nicht so lang und spitz mit bei stehenden Vögeln geringerer Handschwingenprojektion und eher kompakt wirkend.

Ähnliche Arten
Mittelmeer- und Steppenmöwe (s.o.)

Beobachtungstipp
Im Winter bietet sich die Beobachtung der Silbermöwen in ihren Kleidern besonders an. Dann ist ihr Gefieder gerade frisch gemausert. Silbermöwen sind Vierjahresmöwen. Das bedeutet, dass sie erst im vierten Jahr ihr Alterskleid tragen. Bis zum vierten Lebensjahr können Sie das genaue Alter der Silbermöwe sehr gut anhand ihrer Erscheinung ausmachen.

Vorkommen

Silbermöwe mit ausgebreiteten Schwingen auf dem Wattboden stehend | © Frank Derer © Frank Derer
Silbermöwen sind Koloniebrüter auf oft unzugänglichen Inseln oder an Steilküsten

Bei uns
Brutgast, regelmäßiger Durchzügler und Wintergast.

Verbreitung
Das Areal der Art erstreckt sich von den westeuropäischen Atlantikküsten bis Finnland. Im nördlichen Europa weit verbreitete und häufige Art, zahlreich an Küsten. 

Verbreitung in Bayern
Ab 1950 sind von der Nordseeinsel Mellum 312 Silbermöwenküken auf Tiergärten Süddeutschlands und der Schweiz verteilt worden. Die dort aufgezogenen Jungmöwen ließ man frei. Wahrscheinlich aus München tauchten junge Silbermöwen im Ismaninger Teichgebiet auf. Teilweise erfolgreiche Freibruten in Tiergärten waren ab 1955 zu beobachten. Das Brutpaar am Altmühlsee, das 1987 einen Jungvogel großzog, stammte vermutlich aus dem Tiergarten Nürnberg. In Bayern tritt die Silbermöwe vor allem als regelmäßiger Durchzügler und Wintergast auf.

Bestand in Bayern: 0 Brutpaare, unregelmäßige Bruten möglich

Lebensweise

Silbermöwe im Gras | © Claudia Becher © Claudia Becher
Überwiegend an Küsten anzutreffen: Die Silbermöwe

Verhalten
Silbermöwen sind meist in lockeren Gruppen anzutreffen. Sie brüten in Kolonien, seltener auch Paarweise. Beide Elterntiere kümmern sich um die Jungen. Gern sieht man sie einbeinig oder mit dem Schnabel unter den Flügel gesteckt an Strand oder Hafenmolen rasten.

Lebensraum
Die Silbermöwe ist ein häufiger Vogel der Nordseeküste und treibt sich dort auch in Häfen und Städten herum, auch im Binnenland auf Feldern, an Mülldeponien anzutreffen. Rastet auf Hafenmolen oder entlegenen Inseln, zu denen sie in großer Höhe, oft in Formation fliegt; segelt bei Hochdruckwetter häufig in großer Höhe.
Im Winter kann diese Möwenart v.a. an den großen Flussläufen im gesamten Land erwartet werden, nur nach Süden wird die Silbermöwe deutlich seltener.

Nahrung
Ernährung vielseitig, von Fisch über Krebstiere, Regenwürmer, Abfall, Verkehrsopfern bis hin zu Eiern und Küken anderer Vögel.

Fortpflanzung
Brütet oft kolonieweise auf küstennahen Inseln, Klippen oder an Seen, manchmal aber auch in Einzelpaaren.

Schon gewusst?

Silbermöwen werden erst mit 4-7 Jahren Geschlechtsreif.

Helfen Sie mit

Gern können Sie beringte Möwen melden, wenn Sie die Buchstaben- und Zahlenkombination ablesen können. Dazu gehören auch Aufenthaltsort und wenn möglich Angaben zur Art.

Systematik
Ordnung: Regenpfeiferartige (Charadriiformes), Familie: Möwenverwandte (Laridae), Gattung: Larus, Art: Silbermöwe (Larus argentatus).

Quellen:
Lars Svensson: Der Kosmos Vogelführer, Stuttgart 2011.
Bayerisches Landesamt für Umwelt, lfu.bayern.de

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