Ringdrossel

Turdus torquatus

Ringdrossel auf bewachsenem Fels | © Heinz Tuschl © Heinz Tuschl

Volkstümliche Namen

Von der Amsel oder auch Schwarzdrossel unterscheidet sich dieser Vogel vornehmlich durch ein weißes halbmondförmiges Schild auf der Brust. Daher hat der Vogel die Namen 'Ringamsel' und 'Schildamsel' erhalten. In Bayern ist der Vogel auch unter dem Namen 'Schneekater' bekannt.

Kennzeichen

Die Ringdrossel gleicht in Größe (24 bis 27 cm), Auftreten und Ruf („tack, tack“) stark der Amsel. Männchen und Weibchen tragen einen markanten Brustschild, welcher bei ihr grau, bei ihm weiß gefärbt ist und bei den Jungtieren fehlt. Des Weiteren unterscheiden sich beide Geschlechter durch den Farbton des Federkleids: Das Männchen ist allgemein schwarz gefärbt, während das Weibchen einen braunen Farbton trägt. Beide verfügen über eine schuppig anmutende Unterseite, welche durch die hellen Säume der Federn entsteht.

Vorkommen

Von Frühjahr bis Herbst bewohnt die Ringdrossel lichte Wälder, vorzugsweise Nadelhölzer, der Mittel- und Hochgebirge, aus denen sie nur kurzzeitig durch anhaltende Schneefälle ins Tal vertrieben wird. Den Winter verbringt sie im Mittelmeerraum.

In den Monaten März und April, sowie September und Oktober sind auch ziehende Ringdrosseln aus bzw. in nördlicheren Gebieten zu beobachten.

Nahrung

Aus dem Speiseplan stehen Beeren und Wirbellose, wie Insekten, Larven, Würmer und Weichtiere.

Fortpflanzung

Für den Nestbau werden niedrige Positionen auf Nadelbäumen oder Büschen bevorzugt. Dort hinein legt das Weibchen 3 bis 5 Eier, welche in der Brutzeit von April bis Juli für 14 Tage bebrütet werden. Nach weiteren 14 bis 16 Tagen sind die Jungen flügge.

Bedrohung

Die Ringdrossel wird von der IUCN als nicht gefährdet eingestuft.

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