Ortolan

Emberiza hortulana

Ruf des Ortolans hier anhören! (www.tierstimmen.de)

Ortolan sitzt singend auf einem stärkeren Ast | © H.-J. Fünfstück © H.-J. Fünfstück

Der Ortolan gehört zoologisch gesehen zu den Ammern - und ist wie viele seiner Verwandten ein eher unscheinbarer, kleiner und unauffälliger Singvogel. An diesen Kennzeichen können Sie ihn erkennen:

Singende Männchen sitzen oft recht exponiert auf der Spitze eines Busches oder auf einem vorspringenden Ast am Waldrand. Dann sind deren kräftig orange-braun getönter Bauch, der sich vom grauen Kopf gut abhebende gelb-beige Bartstreif, die helle Kehle und der markante helle Augenring gut zu erkennen. Das bräunliche, stark gestreifte Rückengefieder dagegen ist beiden Geschlechtern und auch den Jungvögeln gemein und tarnt den Ortolan bei der Nahrungssuche am Boden.

Weibchen und Jungvögel zeigen sich dagegen nur selten offen. Wenn doch, sind sie an dem olivgrau gestrichelten Scheitel und der bräunlichen Strichelung der Brust vom Männchen zu unterscheiden.

Unsere Ortolane singen "fränkisch"

Am ehesten ist der Ortolan anhand seines Gesangs zu entdecken. Und zu erkennen. Er macht nicht nur den Ortolan an sich unverwechselbar, sondern auch „unsere“ fränkischen Ortolane zu etwas Besonderem: In den einzelnen Regionen des großen Verbreitungsgebiets hat der Ortolan unterschiedliche Gesangsdialekte entwickelt - darunter auch einen typisch fränkischen. "Srü-srü-srü-srü-tjuuüj" - die vor allem im Mai zu hörende Brautwerbung unserer Ortolanmännchen erinnert an das Lied der Goldammer, klingt aber schwermütiger. Die Anfangssilbe wird mehrfach wiederholt, bevor ein tieferes, wohlklingendes, vibrierend verhallendes Endelement die Strophe abschließt.

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