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Nilgans

Alopochen aegyptiacus

Flugruf der Nilans

Stimme der Löffelente
große Bandbreite zischender und schnarchender Laute sowie lautes trompetendes Geschnatter wie „ong-ää-ä-ä-a..“

Status

ungefährdet

Blick ins Geschichtsbuch

Nilgans steht auf einer Wasserlache | © Rosl Rößner © Rosl Rößner
Nilgans (Alopochen aegyptiaca)

Ursprünglich war die Nilgans in fast ganz Afrika außer den extremen Trockengebieten beheimatet. In historischer Zeit kam sie auch auf dem Balkan vor, wo sie jedoch heute ausgerottet ist. Noch im 19. Jahrhundert gab es zahlreiche Beobachtungen in Ungarn und Bulgarien. Sie hat in dieser Zeit vermutlich auch dort gebrütet. Dies ist allerdings nicht sicher nachgewiesen.

Seit dem 18. Jahrhundert wird die Nilgans als Ziergeflügel in Europa gehalten und bereits gegen Ende jenes Jahrhunderts hat es in Großbritannien freilebende Brutpaare gegeben. Diese Population wuchs bis gegen Ende des 19. Jahrhunderts auf vierhundert bis fünfhundert Tiere an und diese Anzahl blieb bis in die 1970er Jahre weitgehend stabil. Seit den siebziger Jahren erfolgt eine rasante Ausbreitung von einer aus den Niederlanden stammenden, wohl aus entflogenen Vögeln gebildeten Population. Diese Ausbreitungswelle erfolgt entlang des Rheins und seiner Nebenflüsse und hat inzwischen im Süden die Grenze zur Schweiz erreicht, im Osten über die Donau auch Österreich. Als Brutvogel ist sie neben den Niederlanden auch in Belgien etabliert.

Aussehen

Zwei Nilgänse auf blühender Löwenzahn-Blumenwiese | © Oliver Wittig © Oliver Wittig
Ursprünglich aus Ägypten stammend ist die Nilgans auch bei uns beheimatet

Größe: ca. 63 – 73 cm

Gewicht: ca. 1 500 – 2 250 g

Kennzeichen
Kleiner als Graugans, aber etwas größer als Rostgans. Die größte Vertreterin der sogenannten Halbgänse. Stattlich und hochbeinig. Aus der Ferne ein graubeiger, Vogel, aus der Nähe jedoch ganz hübsch gezeichnet mit verschiedenen Braun- und Beigetönen. Dunkelbrauner Rücken und blass-ockerfarbene Brust mit dunklem Fleck. Gräulich melierter Hals und dunkler Bereich ums Auge („Veilchen“). Schnabel matt rosarot mit dunkler Umrandung, lange Beine blass rosa.
Prominentestes Merkmal ist jedoch der große weiße Bereich am Vorderflügel, mit dem das Männchen auch imponiert und der im Flug auch weite Distanz eine eindeutige Bestimmung ermöglicht. Ferner ein dunkelgrüner Spiegel und prächtige kastanienbraune Schirmfedern.
Geschlechter fast gleich gefärbt, große individuelle Variation.

Ähnliche Arten
Nur geringe Ähnlichkeit mit der Graugans. Diese ist größer, nicht so bunt und hat einen kräftigen orangefarbenen Schnabel. Das große weiße Flügelabzeichen der Nilgans ist aber einmalig.

Aus großer Entfernung mit der Rostgans zu verwechseln, besonders im Flug (beide hellbraun mit weißem Vorderflügel), aber weniger orange, Unterseite eher schmutzig graubeige oberseits düster braun.

Vorkommen

Bei uns
Ganzjährig

Verbreitung
Afrikanische Halbgans, aber wachsende verwilderte Parkpopulationen in vielen Teilen Europas an Gewässern aller Art, von den Niederlanden nach Deutschland eingewandert, inzwischen fast überall brütend.

Die Nilgans ist einer der wenigen Arten, die in den letzten Jahren so zugenommen hat. Bereits 2008 fand die erste Brut am Mittleren Neckar statt und mittlerweile dürften alleine in Stuttgart rund 15 Paare (2019) brüten. Außer der höheren bewaldeten Mittelgebirge und den Alpen hat die Nilgans ganz Deutschland besiedelt.

Lebensweise

Nilgans-Küken auf einer Wiese | © Markus Glässel © Markus Glässel
Nilgänse verteidigen ihre Jungvögel vehement

Lebensraum
Nilgänse sind sehr auffällig. Sie siedeln mittlerweile an fast allen Arten von Gewässern, sobald es in ausreichendem Maße Wiesen- oder Rasenflächen in der Umgebung gibt.
Nilgänse sind sehr anspruchslos, was ihre rasche Ausbreitung zweifelsohne begünstigt hat.

Nistplatzwahl 
Bezüglich ihrer Nistplatzwahl ist die Nilgans nicht wählerisch: Sie brütet auf kleinen Inseln, in Krähenhorsten, in Bauten von Säugetieren, und leider hat sie auch Plattformen für Wanderfalken oder Weißstörche entdeckt.
Viele Gärtner und Betreiber von Freibädern sind mittlerweile nicht gut auf die Nilgänse zu sprechen, da der Kot auf Wiesen für Unmut sorgt.

Brutzeit
Mit dem Wachsen der Populationen dieses Neubürgers sind jedoch die Probleme und Konflikte, die die die Nilgans verursacht, größer geworden. Nilgänse sind vor allem während der Brutzeit recht aggressiv, sie mobben nicht nur gegen Artgenossen, sondern gegen fast alles Gefiederte, was ungefähr ihre Größe hat oder kleiner ist und am Wasser lebt. Nur vor dem Höckerschwan hat auch die Nilgans Respekt, auch bei der Graugans zieht sie häufiger den Kürzeren.

Schon gewusst?

Die Nilgans kann das ganze Jahr über Brüten. Deshalb sollten Sie sich nicht wundern, wenn Sie mitten im Winter kleine Jungvögel sehen. Sie verteidigt ihre Jungvögel vehement.

Systematik
Ordnung: Gänsevögel (Anseriformes), Familie: Entenvögel (Anatidae), Unterfamilie: Halbgänse (Tadorninae), Tribus: Eigentliche Halbgänse (Tadornini), Gattung: Nilgänse (Alopochen), Art: Nilgans

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