Neuntöter

Lanius collurio

Ruf des Neuntöters - Hier abspielen! (www.tierstimmen.de)

Neuntöter-Männchen | © Dr. Christoph Moning © Dr. Christoph Moning

Volkstümliche Namen

Der Volksglaube gab dem Neuntöter seinen Namen. Er würde nicht fressen, bevor er denn "neunerley todt gemachet", also neunmal Beute gemacht hat. Entsprechend klingen auch viele Namen im Volksmund: Dornwürger, Dorntrampler oder Dorngreuel. Auch unter dem Namen Rotrückenwürger ist er bekannt.

Aussehen

Männchen hat einen rotbraunem Rücken, Scheitel und Nacken hellgrau, schwarzweißer Schwanz, Unterseite leicht rosa. Weibchen (und auch Jungvögel) braun, wellenförmige Brustbänderung. Leiser, angenehmer Gesang, gleicht einem „Plaudern“ versetzt mit Imitationen.

Charakteristisches Verhalten

Der Neuntöter spießt größere Beutetiere (meist Insekten) auf Dornen, Äste und Stacheln auf. Dies dient sowohl als Hilfe bei der Zerkleinerung, als auch als Vorratslager.

Vorkommen im Sommer und Winter

Langstreckenzieher, überwintert im südlichen Teilen Afrikas, Bestand in Deutschland nicht gefährdet und weitgehend stabil.

Nahrung und Vorlieben

Hauptsächlich Insekten (Käfer, Heuschrecken, Fluginsekten), ferner: Kleinsäuger (junge Feldmäuse), selten: Jungvögel

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