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Misteldrossel

Turdus viscivorus

Gesang der Misteldrossel

Misteldrossel sitzt auf sandfarbenen Stein | © Rosl Rößner © Rosl Rößner
Misteldrossel (Turdus viscivorus)

Stimme der Misteldrossel
Ruf charakteristisches lang gezogenes, trockenes, kräftiges Rätschen „tscherr“;
Warnruf: warnt hart ratternd ähnlich Wacholderdrossel, aber etwas trockener.

Gesang: amselartiger Gesang, aber langsamer tiefer und nicht so variationsreich; mit wehmütigerem, etwas härterem Ton, schnellerem Tempo und kürzeren Pausen sowie kleineren Tonstufen (wirkt daher monotoner), ferner ohne (oder nur mit wenigen) gepressten Lauten am Strophenende „truItrüwu… tschuRItschurU…tschüWUtru…tschruwüTRU…“

Status

nicht gefährdet 

Blick ins Geschichtsbuch

Volkstümlicher Name
Die Misteldrossel hält sich, wie der Name schon vermuten lässt, tatsächlich gerne in der Nähe von Misteln auf. Es lohnt sich also, vor allem im Winter, Bäume mit Misteln nach dieser Drossel abzusuchen.

Aussehen

Misteldrossel auf einem Baum | © Dr. Anton Prestele © Dr. Anton Prestele
Unsere größte heimische Drossel: Die Misteldrossel

Größe: ca. 26 – 29 cm

Gewicht: ca. . 99 – 120 g

Kennzeichen
Größte Drossel. Etwas größer als eine Amsel. Rücken braun mit gräulicher Tönung. Unterseite weiß mit reichlich braunschwarzen, runden Flecken. Gesicht mit weißlichem Wangenfleck. Im Flug weiße Achseln, weiße Schwanzecken. Langschwänzige Gestalt, kraftvolleren Flug in längeren Bögen (nicht ruckartig und hüpfend).

Ähnliche Arten
Die Singdrossel sieht ähnlich aus, ist allerdings deutlich kleiner und hat einen wärmeren Gefiederton. Außerdem hat sie kleinere Tropfen und eine andere Gesichtszeichnung. Die Misteldrossel steht zudem aufrechter.
Auch leicht am unterschiedlichen Ruf auseinander zu halten.
Im Baum stehend manchmal schwieriger von Singdrossel zu unterscheiden, aber Kopf- und Halsseiten blasser braungrau.

Beobachtungstipps
Die beste Chance eine Misteldrossel zu sehen haben Sie in lichten Nadel- und Mischwäldern. Achten Sie auf Bewegung in den Baumkronen, vor allem wenn sie mit Misteln bewachsen sind. Die großen Drosseln sind nicht leicht zu entdecken, verraten sich aber durch ihren auffälligen, schnarrenden Ruf. Auch auf Wiesen in der Nähe solcher Wälder können Sie Glück haben.

Vorkommen

Bei uns
ganzjährig, im Winter seltener. In weiten Teilen des Verbreitungsgebiets wachsam und scheu, aber in Mitteleuropa vertrauter.

Verbreitung
Das Areal der Klappergrasmücke erstreckt sich von Großbritannien und Mittelfrankreich über Südskandinavien ostwärts bis Ostsibirien und zum Kaspischen Meer; die Art fehlt in den westlichen und mittleren Mittelmeerländern.

Verbreitung in Deutschland
Die Misteldrossel ist weit über Deutschland verbreitet, es gibt aber auch Lücken und Regionen, so vor allem im Osten, wo sie seltener ist.

Lebensweise

Misteldrossel füttert Jungvogel mit Insekten auf einem grünen Zweig | © Zdenek Tunka © Zdenek Tunka
Misteldrosseln fressen Würmer, Nackt- und Gehäuseschnecken, Insekten, Sämereien und Beeren.

Lebensraum
Die Kombination aus Wäldern mit Grünland (Weiden) scheint sie zu mögen. Deshalb kommt sie am ehesten in Mittelgebirgen vor. In einigen Regionen tritt sie aber auch durchaus in Parks und Alleen in Siedlungen auf. In Südeuropa oft an Hängen im Bereich der Baumgrenze, Nahrungssuche dann auf höher gelegenen Wiesen.

Nahrung 
Misteldrosseln fressen Würmer, Nackt- und Gehäuseschnecken, Insekten, Sämereien und Beeren. Die Nahrung wird meist hüpfend am Boden gesucht.

Brutverhalten
Das stabile Napfnest der Misteldrosseln liegt häufig in Nadelbäumen und besteht aus Lehm, Moos und Flechten. Ab Ende März werden die vier Eier bebrütet und der Nachwuchs anschließend von beiden Drosseleltern versorgt. Die Männchen füttern die Weibchen während der Brut und lösen sie manchmal sogar ab.

Schon gewusst?

Im Gegensatz zu Wacholderdrosseln ist die Misteldrossel eher einzeln unterwegs. Eine Gruppe Misteln teilt sie offensichtlich nur ungern mit ihresgleichen. Auf dem Zug ist die Drossel allerdings auch in kleinen Trupps, die durchaus zehn und mehr Vögel umfassen können, unterwegs.

Durch den Verzehr (bzw. das Auskoten) der klebrigen Mistelbeeren trägt die große Drossel stark zu der Verbreitung der Pflanze bei. Sie verteidigen "ihre Mistelbäume" aggressiv gegenüber Nahrungskonkurrenten.

Helfen Sie mit

Heimische, beerentragende Sträucher und Bäume werden von den Misteldrosseln besonders gerne angeflogen. Auch wenn die große Drossel nicht bei Ihnen im Garten wohnt, können Sie mit dem Verzicht auf Pflanzenschutzmitteln zu einer insektenfreundlichen Umgebung beitragen und damit die Nahrungsgrundlage der Misteldrossel sichern.

Systematik
Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes), Familie: Drosseln (Turdidae), Gattung: Echte Drosseln (Turdus), Art: Misteldrossel (Turdus viscivorus).

Quelle: Lars Svensson: Der Kosmos Vogelführer, Stuttgart 2011.

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