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Kreuzkröte

Bufo calamita

Kreuzkröte im Wasser | © Richard Fischer © Richard Fischer
Kreuzkröte im Wasser

Rote Liste Bayern: Stark gefährdet
Erhaltungszustand Kontinental:
ungünstig/unzureichend

 

Verbreitung und Bestandssituation

Verbreitungsschwerpunkte in Bayern sind das Mittelfränkische Becken, das Oberpfälzisch-Obermainische Hügelland, die Donau-Iller-Lech-Platten, das Donau-Isar-Hügelland und das untere Isartal. Das Alpenvorland bildet die südliche Verbreitungsgrenze, wobei aber der Süd-osten nicht besiedelt wird. Höhere Lagen werden in der Regel gemieden.

Die Bestände der Kreuzkröte sind in Bayern stark zurückgegangen, die Art ist daher stark gefährdet.

Lebensraum und Lebensweise

Die Kreuzkröte ist eine klassische Pionierart des offenen bis halboffenen, trocken-warmen Geländes mit lockeren und sandigen Böden. Das sind bzw. waren Sand- und Kiesbänke, Schwemmsandbereiche, Küsten- und Binnendünen sowie Überschwemmungstümpeln in Auen natürlicher Fließgewässer. Da es kaum noch solche Primärhabitate gibt, besiedelt die Art heutzutage fast ausschließlich Sekundärlebensräume, die offene, vegetationsarme bis -freie Flächen mit Versteckmöglichkeiten sowie kleine und nahezu unbewachsene, temporäre Gewässer mit Flachufern besitzen. Das sind Abbaustellen (meist Kies- und Sandgruben), Industrie- und Gewerbebrachen bzw. Bauplätze, militärische Übungsplätze, aber auch Kahlschläge, Bahngelände oder Agrarlandschaften.


Zum Laichen bevorzugt die Art eindeutig ephemere fischfreie und sonnige Gewässer, meist flache Pfützen und Tümpel ohne oder nur mit spärlichem Pflanzenbewuchs, aber auch größere Gewässer, wenn sie ähnliche Flachwasserzonen aufweisen und fischfrei sind. Eine strenge Bindung an das Geburtsgewässer ist nicht bekannt.


Die Alttiere sind dämmerungs- und nachtaktiv und sitzen tagsüber in selbst gegrabenen Bodenverstecken, unter Steinen, Totholz, in Halden, Böschungen oder Mäusegängen, wo sie - in ausreichender Tiefe, aber oberhalb der Wasserlinie - meist auch überwintern. Kreuzkröten sind nach zwei Jahren geschlechtsreif und können sieben Jahre alt werden.

Kreuzkroete von Vorne fotografiert bei der Paarung |© Ralph Sturm © Ralph Sturm
Kreuzkröte bei der Paarung

Gefährdungen und Beeinträchtigungen

  • Rekultivierung von Abbaustellen mit Beseitigung von Gewässern und Kleinstrukturen
  • Veränderung der Abgrabungstechnik in Abbaugebieten, wodurch die Dynamik auf der Fläche verloren geht
  • Wegfall bäuerlicher oder kommunaler Kleinabbaustellen
Kreuzkroete von Vorne in Nahaufnahme |© Dr. Andreas von Lindeiner © Dr. Andreas von Lindeiner
Kreuzkröte

Mögliche Schutz-Maßnahmen

  • Erhaltung und Neuanlage von flachen Kleingewässern; am besten in Abbaustellen oder Verfüllungsflächen, da dort in der Regel auch ein geeigneter Landlebensraum vorhanden ist


Allgemein gilt: Neben der Anlage der Laichgewässer muss eine dauerhafte Pflege der Strukturen gewährleistet sein.

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