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Kleinspecht

Dryobates minor

Trommeln des Kleinspechts

Stimme des Kleinspechts
Ruft kurz und scharf „kik“, meist weicher und viel schwächer als Buntspecht (manchmal aber recht ähnlich)
Gesang: recht hoher und schnelle Gesang „ki-ki-ki-ki..“, schwaches, gleichmäßiges und langsames Trommeln, klingt eher knatternd als wirbelnd, tempo konstant, Wirbellänge ca. 1,2-1,8s; zwei mit sehr kurzer Pause aufeinanderfolgende Wirbel können ungewöhnlich lange Schlagfolge vortäuschen.

 

Status

Rote Liste Bayern: Arten der Vorwarnliste
Rote Liste Deutschland: Arten der Vorwarnliste

Aussehen

Kleinspecht auf einem Baumstumpf | © Dr. A. Prestele © Dr. A. Prestele
Kleinspecht (Dryobates minor)

Größe: ca. 14 – 16,5 cm

Spannweite: ca. 24 – 29 cm

Gewicht: ca. 16 – 25 g

Kennzeichen
Kleinster europäischer Specht und kaum größer als ein Spatz. Sehr kompakt, runder Kopf und kurzer spitzer Schnabel. Schwarz-weißer Gesamteindruck. Schwarzer Rücken und schwarze Flügel mit jeweils weißer Bänderung. Unterseite weißlich mit zarter Strichelung. Schwarzer Kopfseitenstreif erreicht Scheitel nicht (ähnlich Weißrückenspecht). Fliegt in tiefen Bögen.
Weibchen ohne jegliches Rot im Gefieder. Weiße Wangen, die in einen breiten weißen Fleck an den Halsseiten übergehen.
Männchen mit rotem Scheitel, seitlich schmal und hinten breit schwarz eingefasst.

Ähnliche Arten
Keine. Die Größe ist für einen europäischen Specht einmalig.

Beobachtungstipp
Die besten Chancen haben Sie in einer naturnahen Auenlandschaft mit alten Laubbäumen oder Erlenbrüchen. Nehmen Sie sich an einer guten Stelle ruhig ein wenig Zeit und achten Sie auf Bewegung oder spechtähnliche Geräusche, um den spatzengroßen Vogel zu entdecken.

Vorkommen

Kleinspecht hängt an Schilfrohr | © Andreas Hartl © Andreas Hartl
Unverwechselbar durch seine Größe und seinem Aussehen: Der Kleinspecht

Bei uns
ganzjährig. Nur einzelne Exemplare aus dem nördlichsten Gebieten Europas überwintern in Mitteleuropa. Im Winter schließt er sich oft Meisen an, die er dann „anführt“.

Verbreitung
Die Heimat der Kleinspechte ist ganz Europa, Asien bis nach Japan, und Nordwestafrika.

Verbreitung in Deutschland
Mit Ausnahme von Süddeutschland, wo der Kleinspecht größere Verbreitungslücken aufweist, ist der Kleinspecht weit über Deutschland verbreitet, aber nirgends häufig. Deshalb brauchst du enorm großes Glück, ihn mal zu sehen. Meistens macht er durch seine Rufreihe auf sich aufmerksam. Und ohne diesen Hinweis ist es verdammt schwer, diesen kleinen Stammbewohner nachzuweisen. Deshalb wird er wohl auch oft übersehen.

Der Brutbestand wird in Deutschland auf ca. 25.000 bis 41.000 Paare geschätzt. Seine Größe und sein unauffälliges Verhalten machen es jedoch nicht leicht diese kleine Spechtart zu entdecken.

Verbreitung in Bayern
Der Kleinspecht ist lückig in Bayern verbreitet. Das Brutareal hat sich insgesamt vergrößert. Während sich vor allem in den tieferen Lagen Nordbayerns ein teilweise flächiges Verbreitungsbild ergibt, dünnen die Vorkommen südlich der Donau stark aus und konzentrieren sich hier vor allem entlang der Flussniederungen. Er fehlt in den Alpen bis auf wenige Talbodenvorkommen sowie auch in weiten Teilen des südlichen Alpenvorlandes und den höher gelegenen Bereichen der Mittelgebirge.

Bestand in Bayern: 2200 – 3400 Brutpaare

Lebensweise

Kleinspecht an einem weißen Baumstamm |  © Zdenek Tunka © Zdenek Tunka
Der Kleinspecht ist Standvogel und somit auch im Winter zu sehen

Verhalten
Gerne klettert er flink an der Unterseite von Ästen umher und wirkt dabei eher wie ein Baumläufer oder Kleiber. Gelegentlich startet er von dort aus auch kurze Flugmanöver, mit denen er Insekten aus der Luft erbeutet.

Lebensraum
Der Kleinspecht lebt in altholzreichen Laub- und Mischwäldern, gerne auf feuchtem Grund, weshalb er insbesondere in Auwäldern, aber auch in Moorwäldern vorkommt. Manchmal kannst du ihn aber auch in Alleen, Parks, Obstgärten oder großen Gärten beobachten.

Nahrung
Der Kleinspecht frisst holzbewohnende Käfer und deren Larven, die er unter lockerer Rinde findet. Auch Blattläuse, Raupen, Spinnen und Schnecken werden von dem kleinen Specht gern gefressen. Im Winter ernährt sich der Kleinspecht von überwinternden Insekteneiern und -puppen, die er in Rindespalten findet und zum Teil auch von Samenkörnern.

Balz
Zur Zeit der Frühjahrsbalz – von März bis April – trommelt er oft mit seinem Schnabel leise auf trockenen Aststümpfen.  

Nahrung
Im Winter ernährt sich der Kleinspecht von überwinternden Insekteneiern und -puppen, die er in Rindespalten findet und zum Teil auch von Samenkörnern.

Nest
Beide Partner zimmern am liebsten in modernen Baumstämmen oder -ästen eine 10 bis 14cm tiefe Höhlung, die in einer Höhe von 0,5 bis 20m über den Boden liegen kann. Alljährlich wird eine neue Nisthöhle gezimmert.

Eier
17,0 bis 21,0 x 12,9 bis 15,6mm

Fortpflanzung
Beide Eltern wechseln sich beim Bebrüten ihrer 4 bis 7 Eier ab und wenn nach zwei Wochen die Jungen schlüpfen, füttern beide sie gemeinsam mit Insekten, vor allem Käfern, Gallwespen, ihren Larven und Puppen, zum Teil auch Ameisen.

Jungvögel
Nach drei Wochen sind die Jungen flügge.

Schon gewusst?

Der Kleinspecht ist mit Abstand der kleinste Specht Europas. In Südamerika gibt es noch kleinere Spechtarten, zum Beispiel den Goldstirn-Zwergspecht mit einer Gesamtlänge von nur 7,5 cm.

Systematik
Ordnung: Spechtvögel (Piciformes), Familie: Spechte (Picidae), Gattung: Dryobates, Art: Kleinspecht (Dryobates minor).

Quellen:
Lars Svensson: Der Kosmos Vogelführer, Stuttgart 2011.
Bayerisches Landesamt für Umwelt, lfu.bayern.de

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