Kleine Hufeisennase
Rhinolophus hipposideros

Die kleine Hufeisennase ist ähnlich der Großen Hufeisennase, aber viel keiner. Sie wiegt oft nur 5 Gramm. Ihre Ortungsrufe liegen um 110 kHz und sind sehr leise.
Lebensraum:
- Jagdgebiet: Fast ausschließlich laubholzreiche Wälder und gehölzreiche Lebensräume wie Parkanlagen
- Sommerquartier: Warme, ungestörte Dachstühle; Einzeltiere auch in Höhlen
- Winterquartier: Höhlen, Stollen
Verbreitung in Bayern:
Sehr selten, nur noch im südlichen Oberbayern. Wenige Einzeltiere leben in der Fränkischen Schweiz, vermutlich weniger als 500 Tiere in Bayern; drei Wochenstuben sind bekannt.
Besonderheiten:
Die bis in die 1950er Jahre in weiten Teilen Bayerns häufige Kleine Hufeisennase war 1990 fast ausgestorben, vor allem wegen der zwischen 1960 und 1980 ausgebrachten Umweltgifte DDT, die ihre Nahrung (unter anderem Stechmücken) dezimiert und die Tiere selbst vergifteten. Sie überlebte in zwei Tälern der Alpen und auf der Herreninsel im Chiemsee, wo die Landwirtschaft nie sehr intensiv ausgeübt wurde.
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