Goldregenpfeifer

Pluvialis apricaria

Ruf des Goldregenpfeifers

männlicher Goldregenpfeifer steht in einer Wiese | © Gunther Zieger © Gunther Zieger

Quelle: www.xeno-canto.org

Stimme des Goldregenpfeifers: Das charakteristische flötende „düh“ ist weit zu hören. Im Balzflug macht er mit einem klagenden „pü-PII-i, pü-PII-u“ auf sich aufmerksam.

Status

Vom Aussterben bedroht/Rote Liste Deutschland

Blick ins Geschichtsbuch

In der Antike schrieb man dem Goldregenpfeifer aufgrund seines goldgelben Gefieders Heilkräfte u.a von Gelbsucht zu. Seine Exkremente wurden als Arznei verwendet. In Island wird mit der Ankunft des Goldregenpfeifers die "Wiederkehr des Frühlings" verbunden.

Namensgebung

Der Name des Goldregenpfeifers lässt sich auf die auffällige Färbung seines Gefieders zurückführen.

Aussehen und Kennzeichen

Größe: ca. 25-28 cm

Spannweite: 53-59 cm

Gewicht: 150-220g

Kennzeichen: Das Gefieder des Goldregenpfeifers ist vor allem am Rücken gold-gelb gesprenkelt. Er hat weiße Unterflügel und Achseln und im Verhältnis zu seiner Körpergröße kurze Beine, was ihn ein wenig plump wirken lässt. Während der Brutzeit lässt sich das Männchen an der schwarzen Brust und Kehle erkennen, die von weißten Streifen eingerahmt wird. Eine Unterscheidung zwischen den Geschlechtern ist nicht immer zweifelsfrei möglich.

Vorkommen und Verbreitung

Der Goldregepfeifer ist in ganz Nord-Eurasien verbreitet: Dabei ist er vor allem in Island und Norwegen zu finden, aber auch in Großbritannien, Irland und Zentralasien.

Bestand: Der Brutbestand in Europa wird auf etwa 460.000 bis 740.000 Paare geschätzt. Davon brütet etwa die Hälfte auf Island und ein weiteres Viertel in Norwegen. In Deutschland steht der Goldregenpfeifer in der höchsten Kategorie der Roten Liste. Die heute etwa 20 Brutpaare in einem niedersächsischen Moorgebiet noch vorhanden und werden durch gezielte Schutzmaßnahmen vor dem Aussterben bewahrt.

Lebensweise

Verhalten: Goldregenpfeifer picken ihre Nahrung vom Boden auf. Sie stochern auch im Schlamm nach Würmern. Typisch ist auch eine aufrechte Körperhaltung, um nach Futter Ausschau zu halten und dann plötzlich wieder loszutippeln. Auf dem Zug schließen sich Goldregenpfeifer zu großen dichten Schwärmen zusammen.

Zugverhalten: Goldregenpfeifer überwintern in Südwest- und Südeuropa. Ein kleiner Teil bleibt im Winter auch an der Nordseeküste. Auf dem Zug passieren sie im Herbst und Frühjahr in großer Zahl die Ost- und Nordseeküste.

Lebensraum: Goldregenpfeifer sind Brutvögel der Moore und Sumpflandschaften und bevorzugen auch Heide oder auch kurzrasige Wiesen. Auf dem Zug in den Süden  und im Winter rasten sie auf Feldern, in Feuchtgebieten, auf Salzwiesen und Salzmarschen.

Nahrung: Der Goldregenpfeifers ernährt sich hauptsächlich von Insekten, Würmer und Schnecken. Aber auch Beeren und Sämereien stehen auf seinem Speiseplan.

Fortpflanzung: Nach der Rückkehr aus den Winterquatieren baut das Brutpaar in seinem Revier sein Nest in einer Mulde auf trockenem Untergrund. Nach nach Zahl der Schneetage legt das Weibchen zwischen April und Juni meist vier kreiselförmige, hellbraune bis schwärzlich gefleckte Eier. Die Brutdauer beträt 27 bis 30 Tage. Mit 30-33 Tagen werden die Jungen flügge.

Systematik

Unterklasse: Neukiegervögel (Neognathae), Ordnung: Regenpfeiferartige (Charadriiformes), Familie: Regenpfeifer (Charadriidae), Gattung: Pluvalis, Art: Goldregenpfeifer

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