Florfliege

Chrysoperla carnea

Femeine Florfliege | © Dr. Eberhard Pfeuffer © Dr. Eberhard Pfeuffer

Die gemeine Florfliege erkennt man an ihren metallisch glänzenden Knopfaugen und den durchsichtigen grazilen Flügeln mit grünen Äderchen. Wegen ihrer enormen Bedeutung als Nützling wurde die gemeine Florfliege 1999 zum ersten „Insekt des Jahres“ gewählt.

Die Florfliege gehört zu den Netzflüglern. Das filigrane Netzwerk der Flügeladerung gab den Tieren ihren Namen. In Deutschland gibt es fast 35 Arten von Florfliegen, weltweit sind 2000 Arten bekannt. Florfliegen sind dämmerungsaktive Tiere, die sich tagsüber mit zusammengeklappten Flügeln gerne an der Unterseite von Blättern verstecken.

Merkmale der Gemeinen Florfliege

Der grün-gelbliche schlanke Körper der zarten Florfliege trägt lange glasig wirkende Flügel. Für diese Art typisch ist, dass die durchsichtigen Flügel mindestens doppelt so lang sind wie der eigene Körper. Sie erreichen eine Flügelspannweite von 3 cm. Das Tier selbst ist meist 1 – 1,5 cm groß. Der langgestreckte Kopf und die drei Beinpaare sind ebenfalls grünlich-gelb. Die fadenartigen Fühler können fast so lang wie der Körper des Tieres werden. Florfliegen haben zwar große Facettenaugen, entscheidend für ihre Orientierung sind allerdings ihre langen Fühler, welche als sensible Tastorgane dienen.

Lebensweise und Vorkommen

Die Florfliege ist weit verbreitet und kommt weltweit vom Flachland bis in hohe Lagen vor. Pro Jahr gibt es zwei bis drei Generationen der Florfliege. Durch ihre Anpassungsfähigkeit kann die Florfliege gut in menschlichen Siedlungen leben und gilt deshalb als Kulturfolger.

Sie kommt sowohl in Gärten und Parks vor, wie auch an Waldrändern und Wiesen. Im Winter halten sich die Tiere gerne in kühlen Wohnräumen hinter Jalousien oder Vorhängen auf. Man kann sie auch in Dachböden, Schuppen oder Garagen finden. Draußen verbergen sie sich in Laub- und Heuhaufen oder hinter Baumrinden.

Das steht auf dem Speiseplan

Die ausgewachsenen Florfliegenarten ernähren sich ausschließlich von Pollen, Nektar und Honigtau. Die Larven der Familie sind räuberisch und erbeuten insbesondere Blattläuse sowie kleine Raupen, Wollläuse und Spinnmilben. Und weil sie so tüchtige Blattlausfresser sind, haben es die Larven sogar zu einem eigenen Namen gebracht: Die Blattlauslöwen.

Die Zahl der von den Larven gefressenen Blattläuse kann bis zu 100 pro Tag sein. Bei Nahrungsmangel werden auch größere Tiere wie Marienkäferlarven oder andere Artgenossen angegriffen und verspeist.

Mehr zum Thema Insekten

Insektensommer: 1. bis 10. Juni 2018

© Klaus Schulze

Unter dem Motto „Zählen, was zählt“ starten wir zusammen mit unserem bundesweiten Partner NABU das neue Citizen Science-Projekt „Insektensommer“ – und ganz Bayern kann mitmachen. 

Weiterlesen

Insekten - Nützliche Helfer im Garten

© Birgit Helbig

Nicht nur in der freien Natur, sondern gerade auch in Gärten helfen die vielen nützlichen Insekten dabei, das ökologische Gleichgewicht zu bewahren.

Weiterlesen

Schmetterlingsbar selbst bauen

© Anita Schäffer

Schmetterlinge mögen nicht nur Blumen und andere Pflanzen, sondern stehen ebenso auf Süßes und Fruchtiges. Diese Art der Nahrungsquelle können Sie ihnen ganz einfach anbieten.

Weiterlesen

Schmetterlingswiese anlegen

© C. Geidel

Die Blumenwiese ist das Herz eines jeden Naturgartens. Eine Blumenwiese bietet Farbenpracht und biologische Vielfalt. Wir haben einige Tipps für Sie, wie Sie ein solches Schmuckstück am besten handhaben.

Weiterlesen

Insektenhotel selbst bauen

© R. Wittmann

Nicht nur in der freien Natur, sondern gerade auch in Gärten helfen die vielen nützlichen Insekten dabei, das ökologische Gleichgewicht zu bewahren

Weiterlesen

Insektensterben

© Dr. Eberhard Pfeuffer

Insektensterben – kaum ein Wort hat die Diskussion im Natur- und Artenschutz in den vergangenen Monaten so sehr dominiert wie dieser Begriff. Aber ist die Entwicklung wirklich neu?

Weiterlesen

Zurück

Newsletter