Fieberklee - Menyanthes trifoliata

Blühender Fieberklee in einer Moorwiese | © Dr. Eberhard Pfeuffer © Dr. Eberhard Pfeuffer
Fieberklee- Blume des Jahres 2020

Die Bezeichnung Fieberklee rührt von den dreiteiligen Blättern der Pflanze, welche sofort an typischen Klee erinnert. Der Fieberklee gilt als ein altes Volksheilmittel, welches aber keine wissenschaftlich bestätigte Wirkung aufweist oder gar gegen Fieber hilft. Einzig die enthaltenen Bitterstoffe wirken verdauungsfördernd - die Bezeichnung "Bitterklee" wäre somit passender.

Die traubig angeordneten Blüten ragen durch die langen Blütenstiele weit in die Luft und sind als deutliche Farbklekse zwischen Mai und Juni in voller Blütenpracht im Moor erkennbar. Innen sind die Kronblätter von vielen kräftigen "Fransenhaaren" bedeckt, von sehr hell rosa bis fast weiß - ein attraktives Erscheinungsbild. 

Der Fieberklee kommt in Sümpfen und Mooren vom Flachland bis in subalpinen Höhen vor und kann auch halb untergetaucht nur die rosa Blüten und die Blätter aus dem Wasser ragen lassen. Von Mai bis Juni kann die attraktive Pflanze, welche zirkumpolar wächst, bewundert werden.

Gefährdung des Lebensraumes

Hochmoor Abrahamsfilz im Bayrischen Wald | © Wolfgang Lorenz © Wolfgang Lorenz
Hochmoor Abrahamsfilz mit Seggen und vereinzelten Birken

Moore sind in der jetzigen Klimadiskussion ein Schlüsselfaktor

Die nur langsam wachsenden Moore (1 mm/Jahr) brauchten Jahrtausende um ihre "Mächtigkeit" zu erlangen, binnen Minuten werden imposante Stücke Geschichte zerstört. Torfabbau zu Gunsten des Verkaufs von Gartenerde, heute jedoch eher Trockenlegung zur landwirtschaftlichen Nutzung und fehlende Niederschläge durch lange Trockenperioden stellen ein großes Problem dar.

Das Habitat der Blume des Jahres 2020 ist ein natürlicher CO2-Speicher und erfüllt eine wichtige Retentionsfunktion für den Wasserhaushalt. Das klimaregulierende Element Moor kämpft mit sinkenden Wasserständen und Trockenheit, wodurch das schon gespeicherte CO2 ausgestoßen wird - eine gefährliche Entwicklung in Zeiten des Klimawandels.

 

Schutz der Moore

Hochmoorregeneration | © Dr.Eberhard Pfeuffer © Dr.Eberhard Pfeuffer
Regeneration eines Hochmoors- nur vereinzelte Baumbestände von Kiefer und Birke

Um den wertvollen Schutzcharakter der Moore wiederherzustellen, initiiert der LBV seit Jahren Renaturierungsprojekte und Wiedervernässungen für betroffene Flächen. Eine Wieder-Anbindung an die umgebende Landschaft wird hergestellt, das Wachstum der Moore gefördert und ihr Wasserspeicherpotential wieder ausgebaut. 

Des Weiteren kauft der LBV aktiv Flächen zu Gunsten des Naturschutzes an, um den Lebensraum Moor zu erhalten und einer weiteren Zerstörung entgegenzuwirken.

Auch Sie können etwas zum Schutz der Moore beitragen, indem Sie mit torffreier Erde gärtnern, beispielsweise mit der Naturschutz-Erde des LBV.

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