Feldlerche

(Alauda arvensis)

Ruf der Feldlerche - Vogelstimme abspielen! (www.tierstimmen.de)

Feldlerche im Gras | © Zdenek Tunka © Zdenek Tunka

Größe: ca. 18-19 cm lang

Aussehen: braun-graues Gefieder, an der Brust dunkel gestreif, Männchen mit aufstellbarer Haube

Stimme: Rufe variabel, Gesang langanhaltendes Tirillieren

Vorkommen: landwirtschaftlich genutzte Kulturlandschaft, Bodenbrüter

Volkstümliche Namen

Lebensraum und Gesang spiegeln sich in den umgangssprachlichen Ausdrücken für den begabten Singvogel wider: Singlerche, Himmelslerche oder auch Kornlerche wird er genannt.

Beschreibung

Äußerlich sind die Feldlerchen eher unscheinbar. Sie sind mittelgroß und schlank, ihre Flügel und ihr Schwanz sind lang, ihr Schnabel ist kräftig und sie haben lange Hinterkrallen. Sie sind ca. 19 bis 18 cm lang. Die Männchen sind deutlich größer als die Weibchen. Ihr Gefieder ist grau-braun, an der Brust ist er dunkel gestreift. Typisch für die Feldlerche ist ein zwitschernd-trillernder Gesang. Nahrung sucht die Feldlerche am Boden. Ausgewachsene Lerchen verzehren vorwiegend Insekten und Spinnen, aber auch Samen und frisches Blattgrün. Die Jungvögel dagegen sind allein auf tierisches Futter angewiesen.

Lebensraum

Die Feldlerche kann man in ganz Europa, von Asien bis Nordsibirien, in Japan und in Nordwestafrika finden. Sie bevorzugt weite, offene Landschaften und lebt häufig in Gegenden mit wenig Pflanzenbewuchs. Sie besiedelt fast alle Feldfluren. Ca. 40% des europäischen Feldlerchenbestands leben in Deutschland und Polen. Die Feldlerche ist ein Bodenbrüter und benötigt zum Schutz ihrer Gelege und Aufzucht der Jungvögel eine geringe Vegetationsdichte.

Fortpflanzung

Zwischen April und August nistet sie in Beständen, die max. 50 cm hoch und eher dünn bestanden sind. Normalerweise brütet sie 2 – 3 x pro Jahr. Dann reicht die Zahl der Jungen, um den Gesamtbestand zu halten.

Bestand und Gefährdung

Die Feldlerche wird immer seltener. Intensivierte Landwirtschaft führte in den 70er Jahren zu einem dramatischen Bestandsrückgang von zum Teil 50 bis 90 Prozent.Versiegelung der Landschaft, gesteigerter Einsatz von Umweltchemikalien und direkte Bejagung wie z.B. in Südfrankreich sind weitere Gefährdungsursachen.Die ehemals so haufige Feldlerche steht mitterweile auf der Vorwarnliste der Roten Liste Deutschlands.

Maßnahmen zum Schutz

Der Verzicht auf Umweltchemikalien könnte zur Regenerierung der Feldlerchenpopulation führen.Weiterhin ist die Erhaltung extensiv genutzter Weiden und Äcker, Brachflächen und Heidegebiete wichtig für den Schutz dieser Vogelart.

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