Asiatischer Marienkäfer

Harmonia axyridis

Zwei asiatische Marienkäfer | © Monika Graf © Monika Graf

Der asiatische Marienkäfer wurde seit 2002 in Deutschland gesichtet. Ursprünglich stammt er aus Asien und ist über die USA zu uns nach Europa gelangt. In Deutschland gibt es 90 Marienkäfer-Arten. Der asiatische Marienkäfer ist dabei sehr wandelbar in seinem Aussehen.

Der asiatische Mareinkäfer wurde seit den 80er Jahren im großen Stil zur biologischen Schädlingsbekämpfung in Gewächshäusern eingesetzt. 1988 tauchten dann erste Tiere in den USA im Freiland auf. Zur Jahrtausendwende kamen die Tiere auch in Europa, vor allem in Belgien, den Niederlanden und Deutschland vor.

Merkmale des Asiatischen Marienkäfers

Das markante Erkennungsmerkmal des asiatischen Marienkäfers ist das Halsschild. Es ist hell-gelblich gefärbt und zeigt die charakteristische Zeichnung in Form eines schwarzen „M“ bzw. „W“. Die Färbung des asiatischen Marienkäfers ist sehr variabel. Ihre Färbung reicht von orange ohne Flecken bis zu schwarz mit roten Flecken. Seine Deckflügel sind hellgelb bis dunkelrot. Meist hat er 19 schwarze Flecken. Aufgrund seiner Farbenvielfalt wird der Asiatische Marienkäfer auch als Harlekin-Marienkäfer bezeichnet.

Lebensweise und Vorkommen

Der asiatische Marienkäfer kommt überall dort vor, wo er seine Leibspeise Blattläuse findet. Egal ob Garten, Park oder Wiese er vermehrt sich im Gegensatz zum deutschen Marienkäfer in bis zu drei Generationen pro Jahr. Das erklärt auch seine schnelle und enorme Ausbreitung in Europa und Deutschland.

Er wird fast nie krank. Im Körper dieses Marienkäfers fanden Wissenschaftler 50 verschiedene Peptide (kleine Proteine) zur Infektionsabwehr. Bei allen Freilanduntersuchungen, die bis ins Jahr 2012 andauerten, fanden sich allerdings keine Anzeichen dafür, dass der heimische Marienkäfer durch die invasive Art verdrängt würde.

Das steht auf dem Speiseplan

Die Leibspeise des asiatischen Marienkäfers sind Blattläuse. Pro Tag kann er bis zu 250 Blattläuse vertilgen. Hinzu kommt, dass der heimische Marienkäfer Holunderblattläuse meidet, da diese Giftstoffe absondern. Den robusten asiatischen Marienkäfern stören diese Giftstoffe nicht. Es werden auch andere Insekten, Larven oder Insekteneier gefressen. Der asiatische Marienkäfer ernährt sich auch gerne von Trauben und Früchten, so dass er in Weinbaugebieten auch massenhaft auftreten kann.

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