"Spiegelfechter" - Kampf gegen das Spiegelbild

Vogelmännchen attackieren vermeintliche Konkurrenten

Gimpel attackiert sein Spiegelbild | © Richard Straub © Richard Straub
Zur Balzzeit attackieren Vogelmännchen häufig vermeintliche Konkurrenten

Als "Spiegelfechter" wird die Verhaltensweise von Vogelmännchen bezeichnet, die hartnäckig über Tage - und in Einzelfällen auch Wochen – immer wieder dieselbe Scheibe attackieren. 

Der Grund für dieses Verhalten liegt in der Jahreszeit: Während der Balzzeit im Frühling besetzen die Männchen ihr Brutrevier und verteidigen es gegen mögliche Rivalen. Entdecken die Vögel ihr Spiegelbild in den Fensterscheiben, fühlen sie sich von einem vermeintlichen Rivalen bedroht. Sie greifen ihn an und versuchen, ihn zu vertreiben. Nur ist das bei einem Spiegelbild nicht so einfach...

Spätestens im Juni, wenn die Jungtiere geschlüpft sind, ist das Phänomen der „Spiegelfechter“ dann vorbei. Meist verletzen sich die Tiere dabei nicht, aber es bedeutet Stress für sie. Und es kann sehr störend sein. Großen Arten wie Elstern oder Krähen können sogar die Scheiben oder die Dichtungen beschädigen.

Abhilfe schafft alles, was großflächig Spiegelungen verhindert. Dekorationen, Stoff oder Karton, Fliegengitter, die außen angebracht werden, haben meist einen guten Effekt. Auch Jalousien oder Gardinen bringen Hilfe. Keinen Effekt haben hier die Greifvogelsilhouetten, denn sie verhindern die Spiegelungen nicht großflächig genug. Der Vogel weicht nur an eine andere Stelle aus.

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Anne Schneider

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