Darf oder soll man Enten eigentlich füttern?

Was Sie beim Füttern von Wasservögeln auf jeden Fall beachten sollten

Für viele Menschen ist es eine große Freude, Enten, Schwäne, Blässrallen und andere Wasservögel zu füttern. Aber darf man sie überhaupt füttern oder auch: Brauchen Sie das Futter eigentlich? Hier erhalten Sie LBV-Expertentipps und ein kostenloses Faltblatt zum Bestellen rund um Enten füttern.

Männliche Stockente scheint gerade aus dem Wasser aufgetaucht zu sein | © Zdenek Tunka © Zdenek Tunka
Männliche Stockente

Gerade Kinder können beim Entenfüttern intensive Erfahrungen mit der Natur machen, wenn sie das Verhalten der leicht zu beobachtenden Vögel am Weiher oder Bach und die Gewässerumgebung erkunden. Wie sehen Stockenten-Männchen und Stockenten-Weibchen aus? Wie verhalten sich die großen Schwäne? Welche Vögel können tauchen, welche Arten gründeln nur?

Brauchen Enten unser Futter?

Zwei Hökerschwäne auf dem Wasser | © Marcus Bosch © Marcus Bosch
Auch Schwäne stürzen sich sehr gern auf neues Futter, aber sie kommen auch ohne zurecht

Sobald man mit der Tüte an den Stadtweiher kommt, setzen sich unzählige Vögel auf dem Wasser in Bewegung und kommen herangeschwommen. Haben sie Hunger? Nein, obwohl die Tiere natürlich das Futter fressen, das sie so einfach bekommen. Das »Betteln« von Enten in Städten ist eine Folge von zu intensiver Fütterung. Die Tiere wissen einfach aus Gewohnheit, dass es jetzt etwas zu fressen gibt und dass es bequemer ist, als sich selber etwas zu suchen. Die Fütterung von Wasservögeln - Enten, Gänsen, Schwänen und Rallen - ist aber unnötig, denn sie finden in ihrer Umgebung genug zu fressen

 

Was Sie beim Füttern von Wasservögeln beachten sollten

Falsches Füttern schadet mehr als es nützt, daher gilt

  • Am besten gar nicht füttern, sondern die Tiere nur beobachten.
  • Füttern Sie nur an Land und werfen Sie kein Futter ins Wasser, damit das Gewässer nicht unnötig verschmutzt wird.
  • Füttern Sie nur so viel, wie die Tiere auch fressen. Wenn Sie merken, dass der Hunger der Vögel zurückgeht oder die Tiere schon satt sind, dann bitte kein weiteres Futter ausstreuen, denn die Reste locken z.B. auch Ratten an.
  • Brot ist kein geeignetes Futter, denn es enthält für Vögel zu viel Salz und quillt im Magen auf. Viel besser sind z.B. Haferflocken, Obst oder spezielles Wasservogelfutter aus dem Fachhandel
  • Schimmel schadet auch den Tieren! Verdorbene Lebensmittel sind kein Futter, sondern gehören in die Restmülltonne.

Folgen des Entenfütterns

Blässhuhn im Wasser das sich leicht wellt | © Zdenek Tunka © Zdenek Tunka
Häufiger Gast an vielen Weihern: das Bläßhuhn

Die Tiere gewöhnen sich an die Futterstellen. Hierher kommen sie nicht nur im Winter, sondern auch zu anderen Jahreszeiten. Probleme mit verdreckten und verkoteten Badewiesen sind eine Folge davon.

Oft fressen die Enten nicht das gesamte Futter, dass ihnen zugeworfen wird. Brot z.B. weicht dann auf, sinkt an den Gewässerboden und verfault dort. Die biologischen und chemischen Prozesse dieses Abbaus verbrauchen große Mengen Sauerstoff, der Fischen und anderen Wassertieren fehlt. Es kann dazu kommen, dass Algen stark wachsen und das Gewässer "umkippt".

Durch regelmäßiges Füttern werden die Enten zutraulich und verlieren ihre natürliche Scheu. Dadurch können sie leicht Opfer von Straßenverkehr oder Hunden werden.

Rechtliches

In vielen Städten ist es verboten, Wasservögel zu füttern. Oft wird mit Schildern darauf hingewiesen. Eine Missachtung solcher Verbotsschilder kann als Ordnungswidrigkeit mit Geldstrafen geahndet werden. Bitte erkundigen Sie sich daher unbedingt, z.B. bei der der Stadt- oder Gemeindeverwaltung, ob in Ihrem Ort das Füttern von Wasservögeln verboten ist.

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