Trockenmauern – Oasen für Zauneidechsen

So lotsen Sie die Zauneidechse in Ihren Garten

Lesesteinmauern | © B.Helbig © B.Helbig
Eine Zierde für jeden heimischen Garten: Die Trockenmauer

Trockenmauern sind Steinmauern, die frei stehen oder einen höher gelegenen Teil des Gartens abfangen und deren Zwischenräume nicht ausgemörtelt werden. In ihren Ritzen siedeln sich viele Pflanzen an, die wiederum eine vielfältige Insektenwelt anziehen. Genau die richtige Nahrung für die Zauneidechse. Das natürliche Vorbild für die Trockenmauer ist heutzutage recht schwer zu finden. Beim Bau einer Trockenmauer ahmen wir zum Beispiel eine alte Weinbergmauer nach, also einen menschengemachten Lebensraum, ein Sekundärbiotop. Neben der Biotopfunktion bereichert die Trockenmauer Ihren Garten auch in ästhetischer Hinsicht. Hier finden Sie wertvolle Tipps, wie Sie die Mauer möglichst naturnah errichten, um die Zauneidechse in Ihren Garten zu locken.

Tipps zum Bau einer Trockenmauer

  • Wählen Sie am besten einen Platz mit sonniger Südlage, denn die Zauneidechse ist sehr wärmeliebend.
  • Vermeiden Sie Fugen, die sich in der Senk- und Waagrechten kreuzen.
  • Als Einfassung eines kleinen Nutzgartens innerhalb des Naturgartens bietet die Mauer Windschutz für Jungpflanzen.
  • Damit die Mauer trocken bleibt, sollte zwischen unterster Steinreihe und Erdreich eine Kiesschicht gelegt werden. So zieht Sickerwasser aus dem Boden nicht zwischen die Steine.
  • Als Eiablageplatz bietet sich ein sandiges Plateau als oberste Schicht an (am besten vegetationsfrei, so heizt es sich besser auf).
  • Verbinden Sie die Steine nicht mit Mörtel, bepflanzen Sie die Ritzen mit Steingartenpflanzen oder lassen Sie sie ganz frei, denn Hohlräume sind Lebensräume.
  • Halten Sie Haustiere (Hunde, Katzen) möglichst auf Abstand.
  • Prinzipiell ist ein reptilienfreundlicher Garten frei von chemischen Pflanzenschutzmitteln, denn Insekten sind deren Hauptnahrung.

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