Frühlingserwachen bei den Hummel-Königinnen

Tipps zum Schutz der fleißigen Brummer

Während Honigbienen erst ab einer Temperatur von ca. 10 Grad ausfliegen, sind Hummelköniginnen im Frühjahr bei den ersten Plus-Graden unterwegs. Unterstützen Sie mit einem naturnahen Garten die fleißigen Brummer.

Hummel | © Michael Schiebelsberger © Michael Schiebelsberger
Nahrungsgrundlage für Hummeln sind Pollen und Nektar

Die ersten Zitronenfalter wurden bereits gesichtet. Aber auch bei den Hummel-Königinnen beginnt die Saison von Neuem.  Bei den Hummeln sterben im Herbst alle außer der bereits begatteten Jungkönigin. Im Frühjahr suchen die Königinnen einen neuen Nistplatz, um dort ein neues Volk zu gründen. Dies können Totholzstabel, Steinspalten oder gar Mäuselöcher sein.

Wenn ein Quartier gefunden ist, beginnt die Königin ihre Wabe zu bauen. Darin legt sie einige erste Eier und versorgt die daraus schlüpfenden Larven mit Pollen, den sie an Blüten sammelt. Für sich selbst braucht sie Nektar, den sie als "Schlechtwettervorrat" in Honig verwandelt und in die sog. Wachstöpfchen lagert.

Findet man im Frühjahr eine entkräftete Hummelkönigin im Garten, lässt sich dem Tierchen recht einfach helfen. Man kann die Hummel mit bloßen Händen oder einem Stück Papier vorsichtig aufheben. Dann sollte man einen halben Teelöffel Zucker in etwas lauwarmem Wasser auflösen und dem Tier per Löffel anbieten. Innerhalb einiger Minuten kann sich die Hummel mit ihrem langen Saugrüssel mit neuer Energie betanken. So hilft man nicht nur der Hummelkönigin hilft, sondern gleich einen ganzen, noch im Entstehen begriffenen Hummelstaat.

Nahrung für die fließigen Brummer

Naturnaher Garten | © Peter Bria © Peter Bria
Ein naturnaher Garten läd viele Bestäuber ein

Hummeln benötigen von Frühjahr bis Herbst ein ununterbrochenes Nahrungsangebot, denn schon wenige Tage Hunger können für einen Hummelstaat das Ende bedeuten. Für ein gutes Angebot an Pollen- und Nektarquellen kann jeder etwas tun. Ein naturnaher Garten ist die Grundlage dafür.

Nachfolgend ein paar ausgewählte Pflanz-Tipps:

Heckenpflanzen
Schneeball, Rote Heckenkirsche, Traubenkirsche, Holunder, Wildrosen, Weißdorn, Salweide, Pfaffenhütchen, Himbeere, Holzapfel, Liguster

Gartenpflanzen
Krokus, Schlüsselblume, Lungenkraut, Schwertlilie, Winterling, Akelei, Gartenrittersporn, Gartenlöwenmaul, Fingerhut, Kapuzinerkresse, Mohnarten, Glockenblume, Herzgespann, Echte Katzenminze, Melisse, Pfefferminze, Gartensalbei, Thymian

Wildpflanzen
Löwenzahn, Kriechender Günsel, Gundermann, Wiesensalbei, Kleine und Große Braunelle, Ziestarten, Schöllkraut, Skabiosenflockenblume, Wiesenglockenblume, Wiesenplatterbse, Rotklee, Weißklee, Wundklee, Hornklee, Steinklee, Herbstzeitlose

5-Sterne-Hotel für Hummel

Totholz | © Birgit Helbig © Birgit Helbig
Totholz bietet Lebensraum für viele Insekten

Hummeln brauchen Nistmöglichkeiten sowie ein blühendes Nahrungsangebot. Die Anzahl der Hummelarten hat in den vergangenen Jahrzehnten durch die Zerstörung ihrer Lebensräume stark abgenommen. Die größte Bedrohung der Hummeln geht jedoch vom Menschen aus: Monokulturen, ausgeräumte Landschaften und Pestizide.

Viele Hummelarten sind inzwischen auf der Roten Liste der bedrohten Tierarten. Hummeln sind daher - wie alle Bienen - besonders nach Bundesartenschutzverordnung und Bundesnaturschutzgesetz geschützt.

  • Bieten Sie Stein- und Totholzstapeln an. In den Ritzen der Steine brüten gerne solitäre Bienen und im Totholzstapel gibt es Mäuse, in deren Bauten gerne Hummeln einziehen.
  • Bieten Sie Nistmöglichkeiten für Insekten an. Schilf, Bambus- oder Holunderzweige sowie angebohrte Harthölzer. Grundsätzlich sollten die Bohrlöcher glatt sein, damit sich Insekten nicht verletzten. Einfach mit dem Bohrer hin und her bewegen und Bohrmehl sauber entfernen. Zudem auch die Löcher sorgfältig abschmirgeln.
  • Wichtig dabei ist eine sonnenexponierte, trockene und wettergeschützte Lage.

    Übrigens Sie können die Hummeln auch mit einer Patenschaft unterstützen!

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